{"id":1459,"date":"2013-08-27T07:59:48","date_gmt":"2013-08-27T05:59:48","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=1459"},"modified":"2013-08-31T20:40:32","modified_gmt":"2013-08-31T18:40:32","slug":"nach-uns-das-gift-im-grundwasser","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2013\/08\/27\/nach-uns-das-gift-im-grundwasser\/","title":{"rendered":"Nach uns das Gift im Grundwasser? Offener Brief an den OB"},"content":{"rendered":"<p><a href=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Giftig-Neu_GHS-pictogram-skull.png\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignleft size-thumbnail wp-image-1460\" alt=\"Gefahrsymbol Gift\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Giftig-Neu_GHS-pictogram-skull-150x150.png\" width=\"150\" height=\"150\" srcset=\"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Giftig-Neu_GHS-pictogram-skull-150x150.png 150w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Giftig-Neu_GHS-pictogram-skull-250x250.png 250w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2013\/08\/Giftig-Neu_GHS-pictogram-skull.png 600w\" sizes=\"(max-width: 150px) 100vw, 150px\" \/><\/a>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kann es passieren: Das Salz dichtet den Giftm\u00fcll unter Heilbronn und seinen Nachbarorten nicht mehr ab. Da die Gef\u00e4hrlichkeit von Giftm\u00fcll keine Halbwertszeit kennt, baut sich die Gef\u00e4hrlichkeit nicht ab.<\/p>\n<p>Frau C. Banghard-J\u00f6st aus Heilbronn schrieb nun an den <strong>OB und zugleich Aufsichtsratsvorsitzenden der Giftm\u00fcllbergwerke in Heilbronn<\/strong>, Helmut Himmelsbach, einen offenen Brief:<\/p>\n<p><strong>O f f e n e r \u00a0 B r i e f<\/strong><\/p>\n<p>An den Heilbronner Oberb\u00fcrgermeister<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister Himmelsbach,<\/p>\n<p>viele Menschen in Heilbronn und Umgebung leben in st\u00e4ndiger Verunsicherung und Angst. Angst davor, vergiftet zu werden, da unter ihren F\u00fc\u00dfen in den Gruben Heilbronn und Kochendorf der S\u00fcdwestdeutschen Salzwerke Millionen Tonnen hochgiftiger Abf\u00e4lle lagern und t\u00e4glich Schiffe, G\u00fcterz\u00fcge und Lastwagen aus ganz Europa Gemische aus toxischen Stoffen in die ausgebaggerten Stollen der S\u00fcdwestdeutschen Salzbergwerke entleeren. Wie auf der Homepage der UEV zu lesen ist, wurden allein 2012 eine Million Tonnen sog. \u201eVerf\u00fcllmaterial\u201c im Versatzbergwerk Kochendorf und 80 000 Tonnen Giftm\u00fcll in die Untertagedeponie in Heilbronn gesch\u00fcttet. <!--more-->\u00dcber 200 \u00e4u\u00dferst gef\u00e4hrliche Stoffe wie z.B. Cadmium, Arsen, Quecksilber, das Seveso-Gift Dioxin usw. lagern bereits im Untergrund. Auch 2292 Tonnen \u201eleicht\u201c radioaktive R\u00fcckst\u00e4nde unter anderem aus den Atomkraftwerken Biblis, Gundremmingen, Philippsburg befinden sich in diesen Lagerungsorten. Beunruhigen m\u00fcsste Sie, Herr Oberb\u00fcrgermeister, dass in der <a title=\"Heilbronn einer der giftigsten Orte Deutschlans\" href=\"http:\/\/www.wdr.de\/tv\/quarks\/sendungsbeitraege\/2013\/0702\/004_muell_die_giftigsten_orte_deutschlands.jsp\">Wissenschaftssendung \u201equarks\u201c (Sendetermin: 2. Juli 2013) Heilbronn als einer der giftigsten Orte Deutschlands<\/a> bezeichnet wurde.<\/p>\n<p>Eindr\u00fccklich haben Frank Dohmen und Barbara Schmid in ihrer Reportage (Der Spiegel 29\/13) \u00fcber die Untertagedeponien des Bergbau-Konzerns RAG aufgezeigt, welch gef\u00e4hrliche Zeitbomben unter der Erde ticken und wie kurzsichtig diese riskante Art der Einlagerung ist.<\/p>\n<p>Mahnung m\u00fcssten Ihnen ebenfalls die Vorf\u00e4lle um das marode L\u00fcgengrab Asse und Gorleben sein.<\/p>\n<p>Salzbergwerke sind als Untertagedeponien nachweislich ungeeignet, besonders Kochendorf, ein Bergwerk, dem eine Reihe von renommierten Wissenschaftlern eine instabile Gebirgsmechanik bescheinigt haben.<\/p>\n<p>Sicherlich kennen Sie als verantwortungsbewusster Aufsichtsratsvorsitzender die Argumente derjenigen, die von einer Giftm\u00fclleinlagerung dringend abraten, zumal es schon mehrere Wasser- und Gesteinsabbr\u00fcche in der Grube Kochendorf gegeben hat.<\/p>\n<p>Da die Stollen so verf\u00fcllt sind, dass man den Inhalt nicht mehr beseitigen kann, k\u00f6nnten auf die kommenden Generationen horrende und zeitlich nicht begrenzte Geldsummen f\u00fcr die Instandhaltung der Giftm\u00fclldeponie zukommen. Das schlimmste Szenario w\u00e4re, wenn Gifte ins Grundwasser gelangen und den Boden und die Nahrungskette vergiften w\u00fcrden. Denn dann k\u00f6nnten schon geringe Mengen dieser Gifte Tausenden Menschen aus Heilbronn und Umgebung das Leben kosten.<\/p>\n<p>Sehr geehrter Herr Himmelsbach, Ihre Aufgabe als Aufsichtsratsvorsitzender des Salzbergwerkes Heilbronn und als Oberb\u00fcrgermeister der Stadt Heilbronn ist es, darauf hinzuarbeiten, dass die Einlagerungen gestoppt und die Deponien einer effektiven Kontrolle unterzogen werden, da Sie geschworen haben, dem Wohle der Stadt zu dienen und Schaden von ihr abzuwenden.<\/p>\n<p>Aus gegebenem Anlass wende ich mich daher an Sie mit der dringlichen Bitte: Sorgen Sie daf\u00fcr, dass die Ursache des im Fr\u00fchjahr in der Heilbronner SWS-Deponie erfolgten Gesteinsabbruchs untersucht und das Ergebnis \u00f6ffentlich bekannt gemacht wird.<\/p>\n<p>Au\u00dferdem bitte ich Sie um eine Auskunft. Wie Sie wissen, gerieten im September 2002 in der <a title=\"B\u00fcrgerinitiative gegen Stocamine-M\u00fcll\" href=\"http:\/\/destocamine.fr\/site\/index.php?option=com_content&amp;view=article&amp;id=63&amp;Itemid=66\">Deponie Stocamine<\/a> 1.500 Tonnen Industrieabf\u00e4lle in Brand, die von &#8222;Experten&#8220; als &#8222;nicht brennbar&#8220; deklariert worden waren, darunter <a title=\"Petition zum Schutz des Trinkwassers vor Stocamine-Gift\" href=\"http:\/\/www.avaaz.org\/de\/petition\/Unser_Trinkwasser_ist_in_Gefahr\/?cwIYRbb\">Zyanid, Asbest, Arsen sowie chrom- und quecksilberhaltige Substanzen. Das Feuer konnte erst nach zweieinhalb Monaten gel\u00f6scht werden<\/a>. Da die els\u00e4ssische Kalimine laut Expertenbericht vom Juli 2011 als &#8222;nicht sicher&#8220; eingestuft wurde, soll Ende 2013 mit der Bergung der giftigen Abf\u00e4lle begonnen werden. Die Kaliwerke verhandeln derzeit mit drei Betreibern von Deponien \u00fcber die \u00dcbernahme ihres Giftm\u00fclls. Verlautbarungen zufolge geh\u00f6rt das Salzbergwerk Heilbronn zu diesen Verhandlungspartnern. Besteht seitens der &#8222;Umwelt, Entsorgung und Verwertung GmbH&#8220; der SWS die Bereitschaft, den Giftm\u00fcll aus der Deponie Stocamine zu \u00fcbernehmen? Wird der Gemeinderat im Vorfeld der Entscheidung \u00fcber diese Vorg\u00e4nge informiert?<\/p>\n<p>In gro\u00dfer Sorge und mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>C. Banghard-J\u00f6st<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Fr\u00fcher oder sp\u00e4ter kann es passieren: Das Salz dichtet den Giftm\u00fcll unter Heilbronn und seinen Nachbarorten nicht mehr ab. Da die Gef\u00e4hrlichkeit von Giftm\u00fcll keine Halbwertszeit kennt, baut sich die Gef\u00e4hrlichkeit nicht ab. Frau C. 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