{"id":1798,"date":"2015-07-02T17:53:22","date_gmt":"2015-07-02T15:53:22","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=1798"},"modified":"2016-06-19T22:04:31","modified_gmt":"2016-06-19T20:04:31","slug":"heilbronn-vor-gefahren-schuetzen-offener-brief-an-ob","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2015\/07\/02\/heilbronn-vor-gefahren-schuetzen-offener-brief-an-ob\/","title":{"rendered":"Heilbronn vor den atomaren und radioaktiven Gefahren sch\u00fctzen! Offener Brief an den Heilbronner Oberb\u00fcrgermeister"},"content":{"rendered":"<p><strong><a href=\"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/phpwcms\/wordpress\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Rakete-und-Reaktor-abschaffen-und-stoppen.png\" target=\"_blank\"><img loading=\"lazy\" class=\" wp-image-1750 alignright\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Rakete-und-Reaktor-abschaffen-und-stoppen.png\" alt=\"Rakete und Reaktor - abschaffen und stoppen\" width=\"250\" height=\"353\" srcset=\"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Rakete-und-Reaktor-abschaffen-und-stoppen.png 460w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Rakete-und-Reaktor-abschaffen-und-stoppen-150x211.png 150w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2014\/12\/Rakete-und-Reaktor-abschaffen-und-stoppen-250x352.png 250w\" sizes=\"(max-width: 250px) 100vw, 250px\" \/><\/a><br \/>\nSehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister,<\/strong><\/p>\n<p>Sie protestieren heute zusammen mit den \u201e<a href=\"http:\/\/pace-makers.de\/index.php\/veranstaltung-berlin.html\" target=\"_blank\">Pacemakern<\/a>\u201c gegen die weiter bestehende und sogar zunehmende Gefahr durch Atomwaffen in B\u00fcchel und international, daf\u00fcr m\u00f6chten wir Ihnen herzlich danken.<br \/>\n<strong>Wir alle denken dabei auch an die fr\u00fchere Stationierung von Atomraketen in Heilbronn.<\/strong><\/p>\n<p>Geschichtlich, technisch und politisch auf das Engste mit den Atombomben verkn\u00fcpft ist die kommerzielle Nutzung der Atomkraft, und auch diese ber\u00fchrt Heilbronn in ganz besonderer Weise.<\/p>\n<p>Wir bitten Sie deshalb, Herr Oberb\u00fcrgermeister, sich engagiert f\u00fcr den Schutz Heilbronns und seiner B\u00fcrger vor den folgenden Gefahren einzusetzen und rasch die n\u00f6tigen Schritte zu gehen.<\/p>\n<p><strong>Weiterbetrieb des AKWs GKN II<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Jeder Tag bedeutet: mehr Strahlung, mehr Unfallgefahr, mehr M\u00fcll, gerade auch f\u00fcr Heilbronn.<\/li>\n<li>Heilbronn muss sich f\u00fcr die sofortige Abschaltung einsetzen!<\/li>\n<li>Die Infokommission zum GKN muss endlich Heilbronn einbeziehen!<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Abr\u00fcstung und Demontage des AKWs GKN I und sp\u00e4ter des AKWs GKN II<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Das Zerlegen, Freiputzen und Abrei\u00dfen setzt viel radioaktive Luft direkt bei Heilbronn und viel radioaktives Abwasser in den Neckar frei, Heilbronn muss sich f\u00fcr die konsequente Minimierung der Strahlung einsetzen.<\/li>\n<li>Das Genehmigungsverfahren ist sehr eingeengt und nicht transparent, Heilbronn muss sich Mitsprache erk\u00e4mpfen.<\/li>\n<li>Der Neubau zweier zus\u00e4tzlicher Atomanlagen in Neckarwestheim (Abrissfabrik \u201eRBZ\u201c und neues Atomm\u00fclllager \u201eSAL\u201c) wird ohne Umweltvertr\u00e4glichkeitspr\u00fcfung genehmigt werden, und ohne B\u00fcrgerbeteiligung. Beide sollen am unsichersten Standort direkt am Neckar gebaut werden. Akzeptiert Heilbronn dieses Absenken von Standards?<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Langfristiges Castoren-Lager ohne ausreichenden Schutz, ohne ausreichende Genehmigung<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Das Neckarwestheimer Castorenlager wird absehbar viele Jahrzehnte l\u00e4nger in Betrieb sein als genehmigt. Es hat keinen ausreichenden Schutz gegen Terror und Flugzeugabsturz. Heilbronn w\u00e4re bei einem Versagen des Lagers in seiner Existenz bedroht. Und jedes Jahr kommen noch Castoren hinzu.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Langfristiges Lager f\u00fcr schwach- und mittelradioaktiven Atomm\u00fcll<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Im GKN lagern bereits gro\u00dfe Mengen an schwach- und mittelradioaktivem Atomm\u00fcll. Beim Abriss kommen noch weitere Massen hinzu. Ein neues Lager f\u00fcr diesen M\u00fcll wird voraussichtlich mehrere Jahrzehnte in Betrieb sein, Normalbetrieb und St\u00f6rungen bedrohen die Umgebung.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>\u201eFreigemessenes\u201c und \u201eherausgegebenes\u201c Material in freier Verteilung trifft auch Heilbronn<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Hunderttausende Tonnen an Anlagen- und Geb\u00e4udeteilen sollen \u201efreigegeben\u201c und \u201eherausgegeben\u201c werden. Dieses Material darf also, auch wenn es noch radioaktiv ist, v\u00f6llig frei in Umlauf gebracht und beliebig verwendet werden, das ist eine nicht r\u00fcckholbare radioaktive Verseuchung der Biosph\u00e4re.<\/li>\n<li>Als direkter Anlieger des AKWs ist Heilbronn mit seinen B\u00fcrgern besonders gef\u00e4hrdet, diesem Material konzentriert ausgesetzt zu sein. Heilbronn muss sich aktiv gegen diese Praktiken wehren und den geordneten Verbleib dieses Materials am Standort des AKWs fordern.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Ein kleiner Teil des \u201efreigemessenen\u201c radioaktiven Materials ist zur Deponierung v.a. auf Bauschutt-Deponien vorgesehen.<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Steht Heilbronn dauerhaft verl\u00e4sslich zum Wort, dass kein \u201efreigemessener\u201c M\u00fcll aus der Atomwirtschaft mehr in der Untertagedeponie eingelagert wird?<\/li>\n<li>Stellt Heilbronn sicher, dass kein \u201efreigemessener\u201c Bauschutt oder anderes \u201efreigemessenes\u201c Material auf der Deponie Vogelsang landet? Oder gibt es dort eventuell bereits solches Material oder ist die Annahme von solchem Material geplant oder wird vorbereitet? Dann muss die Stadt f\u00fcr ihre B\u00fcrger volle Transparenz herstellen.<\/li>\n<li>Die Annahme von \u201efreigemessenem\u201c Material in Einrichtungen der Stadt Heilbronn sowie von Firmen mit st\u00e4dtischer Beteiligung sollte f\u00fcr alle Zeiten eindeutig ausgeschlossen werden.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Hochspannungs-Gleichstromleitungen verz\u00f6gern m\u00f6glicherweise die weitere Energiewende<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Das direkt an Heilbronn angrenzende Umspannwerk Gro\u00dfgartach soll der bundesweit gr\u00f6\u00dfte Knoten der geplanten \u201eHG\u00dc\u201c-Leitungen werden. Nahezu alle Leitungen nach Gro\u00dfgartach gehen \u00fcber Heilbronner Gemarkung.<\/li>\n<li>Derzeit ist unklar, ob diese Leitungen der Energiewende nutzen oder diese eher ausbremsen, denn die Bef\u00fcrworter der Leitungen verbergen ihre eigentlichen Beweggr\u00fcnde.<\/li>\n<li>Heilbronn als am st\u00e4rksten vom HG\u00dc-Projekt betroffene Stadt muss ein gr\u00f6\u00dftm\u00f6gliches Interesse an Ehrlichkeit und Transparenz in der Diskussion haben und muss diese Offenheit einfordern. Es darf nicht sein, dass Stadt und B\u00fcrger Lasten tragen, die nur kommerziellen Interessen dienen und die Energiewende belasten w\u00fcrden.<\/li>\n<li>Heilbronn darf nicht dulden, dass das notwendige und m\u00f6gliche sofortige Abschalten der AKWs mit Verweis auf die Leitungen verz\u00f6gert wird.<\/li>\n<\/ul>\n<p><strong>Geplanter Schiffstransport von 15 Castoren aus Obrigheim durch Heilbronn<\/strong><\/p>\n<ul>\n<li>Die EnBW plant, in etwa 5 Schiffstransporten insgesamt 15 Castoren mit hochradioaktiven Brennelementen aus Obrigheim nach Neckarwestheim zu bringen, um sich in Obrigheim den Bau eines Castoren-Lagers zu sparen. Es w\u00fcrde eine noch st\u00e4rkere Konzentration von Atomm\u00fcll am Standort Neckarwestheim mit seiner ungeeigneten Geologie bedeuten, der Sinn der Transporte ist nicht nachvollziehbar.<\/li>\n<li>Ein Transport von Castoren ist riskant, und er ist vor allen ein \u00e4u\u00dferst leichtes Ziel f\u00fcr einen Terroranschlag. Schiffstransporte sind nicht erprobt, sind als Terrorrisiko noch viel brisanter als Stra\u00dfentransporte, bieten besonders beim Schleusen ein sehr einfaches Ziel. Die Zerst\u00f6rung eines einzigen Castors k\u00f6nnte ganze Landstriche unbewohnbar machen. Die Bergung eines zerst\u00f6rten Castors aus dem Neckar erscheint aussichtslos.<\/li>\n<li>Heilbronn muss zum Schutz der Stadt, des Flusses und seiner B\u00fcrger alles tun, um den wahnwitzigen Plan des Castor-Schiffstransportes zu verhindern.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister Mergel, wir erinnern uns alle noch an die Zeit, als Ignoranz, L\u00fcgen und Vertuschen daf\u00fcr sorgten, dass jahrelang Atomraketen in Heilbronn stationiert waren und die Stadt in gr\u00f6\u00dfte Gefahr brachten.<\/p>\n<p><strong>Helfen Sie bitte mit, dass sich nicht die gleichen Fehler bei der kommerziellen Atomgefahr wiederholen.<\/strong><\/p>\n<p>&nbsp;<\/p>\n<p><strong>Aktionsb\u00fcndnis Energiewende Heilbronn<br \/>\n<\/strong><br \/>\nHier die <a href=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/2015-07-17_Antwort_OB_Mergel_Offener_Brief.pdf\" rel=\"\">Antwort von Herrn OB Harry Mergel<\/a><\/p>\n<p>und hier <a href=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2016\/06\/Offener_Brief_an_OB_Harry_Mergel_2015-07__Analyse_seiner_Antwort.pdf\" rel=\"\">eine Bewertung seiner Antwort<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Sehr geehrter Herr Oberb\u00fcrgermeister, Sie protestieren heute zusammen mit den \u201ePacemakern\u201c gegen die weiter bestehende und sogar zunehmende Gefahr durch Atomwaffen in B\u00fcchel und international, daf\u00fcr m\u00f6chten wir Ihnen herzlich danken. 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