{"id":506,"date":"2011-08-31T12:54:56","date_gmt":"2011-08-31T10:54:56","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=506"},"modified":"2011-08-31T13:20:05","modified_gmt":"2011-08-31T11:20:05","slug":"bundesnetzagentur-will-kein-akw-als-kaltreserve","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2011\/08\/31\/bundesnetzagentur-will-kein-akw-als-kaltreserve\/","title":{"rendered":"Bundesnetzagentur will kein AKW als Kaltreserve"},"content":{"rendered":"<blockquote><p><a href=\"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?attachment_id=513\"><img loading=\"lazy\" class=\"alignright size-full wp-image-513\" title=\"Keine Kaltreserve\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Keine-Kaltreserve.png\" alt=\"\" width=\"160\" height=\"160\" srcset=\"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Keine-Kaltreserve.png 160w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2011\/08\/Keine-Kaltreserve-150x150.png 150w\" sizes=\"(max-width: 160px) 100vw, 160px\" \/><\/a>Die Bundesnetzagentur verzichtet auf die Nutzung eines stillgelegten Atomkraftwerks als Reserve f\u00fcr m\u00f6gliche Stromengp\u00e4sse im Winter. Dies sei f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Netzbetriebs nicht notwendig, teilte die Beh\u00f6rde in Berlin mit. In Extremsituationen sollen das Gro\u00dfkraftwerk 3 in Mannheim, das Kraftwerk 2 Mainz-Wiesbaden, Block C des Steinkohlekraftwerks in Ensdorf sowie das Kraftwerk Freimann in M\u00fcnchen als sogenannte Kaltreserve genutzt werden. Auch die Mineral\u00f6lraffinerie Oberrhein in Karlsruhe k\u00f6nne als Standort genutzt werden, teilte die Beh\u00f6rde mit.<\/p>\n<p>Damit stehen Reservekapazit\u00e4ten in H\u00f6he von 1009 Megawatt zur Verf\u00fcgung. Der Pr\u00e4sident der Beh\u00f6rde, Matthias Kurth, versicherte gleichzeitig: &#8222;Wenn wir einen milden Winter bekommen, wird vielleicht kein einziges dieser Kraftwerke laufen m\u00fcssen.&#8220; Zudem k\u00f6nnten zus\u00e4tzlich auch Reserveleistungen in \u00d6sterreich mit einer Kapazit\u00e4t von 1075 Megawatt genutzt werden. <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/wirtschaft\/reservekraftwerk100.html\" target=\"_blank\">weiterlesen auf tagesschau.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Dazu schreibt <a href=\"http:\/\/www.ausgestrahlt.de\" target=\"_blank\">.ausgestrahlt<\/a>:<!--more--><\/p>\n<blockquote><p><strong>Gro\u00dfe Freude \u00fcber Kaltreserve-Entscheidung \u2013 Ansporn zum Weiterk\u00e4mpfen<\/strong><br \/>\n<strong>Netzagentur best\u00e4tigt Position der Atomkraftgegner &#8211; AKW Biblis damit endg\u00fcltig stillgelegt<\/strong><\/p>\n<p>Zur heutigen Entscheidung der Bundesnetzagentur, auf die M\u00f6glichkeit zu verzichten, ein AKW als sogenannte Kaltreserve zu nutzen, erkl\u00e4rt Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt:<\/p>\n<p>\u201eWir freuen uns riesig, denn damit ist amtlich, dass wirklich acht Atomkraftwerke stillgelegt werden. Von Anfang an haben wir in der Debatte um die Kaltreserve darauf hingewiesen, dass es ohne AKW geht.<br \/>\nDie Bundesnetzagentur hat diese Position nun best\u00e4tigt.<\/p>\n<p>Besonders freuen wir uns mit den Atomkraftgegnern in Hessen, denn mit dem heutigen Tag ist amtlich, dass das AKW Biblis endg\u00fcltig aus bleibt.<br \/>\nDaf\u00fcr haben die Initiativen vor Ort jahrzehntelang gestritten.<\/p>\n<p>F\u00fcr uns ist die Entscheidung der Netzagentur ein gro\u00dfer Ansporn, uns intensiv daf\u00fcr einzusetzen, dass auch die verbleibenden neun Atomkraftwerke stillgelegt werden. Denn auch diese Reaktoren stellen ein immenses Sicherheitsrisiko dar und werden f\u00fcr die Zukunft der Stromversorgung nicht ben\u00f6tigt. Den vom Bundestag beschlossenen Weiterbetrieb der meisten Anlagen \u00fcber mehr als zehn Jahre k\u00f6nnen wir angesichts der Gefahren nicht akzeptieren.<\/p>\n<p>Heute ist ein Tag der Freude. Aber der Streit um die Atomkraft geht weiter, so lange nicht alle Atommeiler stillgelegt sind.\u201c<\/p><\/blockquote>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/www.bund-bawue.de\/\" target=\"_blank\">BUND Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> schreibt:<\/p>\n<blockquote><p>Zumeldung zur PM des Umweltministeriums Baden-W\u00fcrttemberg, Thema &#8222;Kaltreserve&#8220;<\/p>\n<p>BUND: Kohlekraftwerk Mannheim als Kaltreserve erwartungsgem\u00e4\u00df &#8211; Ziel muss die baldige Abschaltung von Alt-Kohlekraftwerken bleiben<\/p>\n<p>Stuttgart. Der BUND Baden-W\u00fcrttemberg \u00e4u\u00dfert sich verhalten positiv zur heute von der Bundesnetzagentur ver\u00f6ffentlichten Entscheidung, wonach der mit Steinkohle betriebene Block 3 des Gro\u00dfkraftwerks Mannheim (GKM) f\u00fcr die n\u00e4chsten 2 Jahre als Kaltreserve f\u00fcr m\u00f6gliche Engp\u00e4sse in der Stromversorgung zur Verf\u00fcgung stehen soll. Landesvorsitzende Dr. Brigitte Dahlbender sagte dazu: &#8222;Energiepolitisch oberste Priorit\u00e4t des BUND ist und bleibt der Ausstieg aus der Menschen gef\u00e4hrdenden Atomkraft und die Vermeidung weiteren radioaktiven M\u00fclls mit v\u00f6llig ungel\u00f6ster Entsorgungsproblematik sowie das Abschalten alter Kohlekraftwerke, die gesundheitsgef\u00e4hrend die Luft verpesten und das Klima sch\u00e4digen. Die heutige Entscheidung ist insofern zu begr\u00fc\u00dfen, als ein Stand-By-Betrieb alter Risiko-Atomkraftwerke verhindert wurde. Unter den gegebenen Rahmenbedingen und mit entsprechenden Umweltschutzauflagen ist die heutige Entscheidung der Netzagentur f\u00fcr Block 3 des Kohlekraftwerkes Mannheim als Kaltreserve akzeptabel, zumal wir es f\u00fcr \u00e4u\u00dferst unwahrscheinlich halten, dass dieses Kraftwerk \u00fcberhaupt als Reserve angefahren werden wird.&#8220;<\/p>\n<p>Der BUND Baden-W\u00fcrttemberg verweist darauf, dass bei einer richtigen Energiepolitik eine Kaltreserve als \u00fcberfl\u00fcssig anzusehen ist. Statt auf Reservekraftwerke zu setzen, sei es viel wichtiger, endlich entschlossene Schritte der Energieeinsparung sowie der Steigerung der Energieeffizienz zu gehen.<\/p>\n<p>Wichtig f\u00fcr die Akzeptanz des heute verk\u00fcndeten Kompromisses durch den BUND war insbesondere, dass im genehmigungsrechtlichen Verfahren und \u00fcber den CO2-Zertifikatehandel sichergestellt wird, dass durch den m\u00f6glichen Reservebetrieb des Kohleblocks GKM 3 keine zus\u00e4tzlichen CO2-Emissionen und Quecksilberbelastungen f\u00fcr Bev\u00f6lkerung und Umwelt in Mannheim entstehen, sondern diese kompensiert werden.<\/p><\/blockquote>\n<p>Der <a href=\"http:\/\/baden-wuerttemberg.nabu.de\/\" target=\"_blank\">NABU Baden-W\u00fcrttemberg<\/a> meint:<\/p>\n<blockquote><p>NABU: Gas geben, um Kohle-Reserve \u00fcberfl\u00fcssig zu machen!<\/p>\n<p>Kohlekraft als Kaltreserve ist die am wenigsten schlechte L\u00f6sung<\/p>\n<p>Stuttgart \u2013 \u201eDen dritten Block des Mannheimer Kohlekraftwerks als Kaltreserve zu nutzen, ist die am wenigsten schlechte L\u00f6sung.\u201c So kommentiert der Vorsitzende des NABU Baden-W\u00fcrttemberg Dr. Andre Baumann die aktuelle Entscheidung der Bundesnetzagentur. \u201eJetzt ist es wichtig, dass schleunigst effiziente Gaskraftwerke als Reservekraftwerke ausgebaut werden. Das Motto muss lauten: Gas geben, um die Kohlekraft-Reserve \u00fcberfl\u00fcssig zu machen.\u201c Gleichzeitig m\u00fcssten binnen kurzer Zeit Erneuerbare Energien, Speicher und Netze ausgebaut werden sowie der gr\u00f6\u00dfte Energieschatz gehoben werden: Energie einzusparen und effizienter zu nutzen.<\/p><\/blockquote>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bundesnetzagentur.de\/cln_1931\/SharedDocs\/Pressemitteilungen\/DE\/2011\/110831_BerichtNotwendigkeitResKKW.html?nn=65116\" target=\"_blank\">Pressemitteilung der Bundesnetzagentur<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Die Bundesnetzagentur verzichtet auf die Nutzung eines stillgelegten Atomkraftwerks als Reserve f\u00fcr m\u00f6gliche Stromengp\u00e4sse im Winter. Dies sei f\u00fcr die Stabilit\u00e4t des Netzbetriebs nicht notwendig, teilte die Beh\u00f6rde in Berlin mit. 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