{"id":610,"date":"2011-10-24T22:09:45","date_gmt":"2011-10-24T20:09:45","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=610"},"modified":"2011-11-02T16:05:16","modified_gmt":"2011-11-02T15:05:16","slug":"offener-brief-der-sudwestdeutschen-anti-atom-initiativen-zu-greenpeace-studie-video","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2011\/10\/24\/offener-brief-der-sudwestdeutschen-anti-atom-initiativen-zu-greenpeace-studie-video\/","title":{"rendered":"Offener Brief der S\u00fcdwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen zu Greenpeace-Studie \/ Video [Update]"},"content":{"rendered":"<p>Liebe Freund_innen und Atomkraftgegner_innen,<\/p>\n<p>wir alle haben von Greenpeace Deutschland den Link zu einem Greenpeace-Video erhalten, mit der Bitte dieses weiterzuverbreiten und zu bewerben. Wir m\u00f6chten Euch bitten, davon Abstand zu nehmen. In dem Video und in der \u00d6ffentlichkeitsarbeit bef\u00fcrwortet Greenpeace mittlerweile Castortransporte und m\u00f6chte diese nur nicht nach Gorleben sondern stattdessen in das Zwischenlager in Philippsburg transportiert wissen. Greenpeace hat dazu eine Studie erstellen lassen, welche Philippsburg mit Gorleben vergleicht und zu dem Schluss kommt, dass der k\u00fcrzere Transportweg, die fehlende Umladung auf LKW und ein Kerosinableitungssystem f\u00fcr Philippsburg sprechen.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.greenpeace.de\/themen\/atomkraft\/nachrichten\/artikel\/studie_zwischenlager_in_philippsburg_sicherer_als_gorleben\" target=\"_blank\">www.greenpeace.de\/themen\/atomkraft\/nachrichten\/artikel\/studie_zwischenlager_in_philippsburg_sicherer_als_gorleben<\/a><\/p>\n<p>Ironischerweise ist das Zwischenlager in Philippsburg ansonsten die gleiche Kartoffelscheune wie in Gorleben, deshalb ist die Greenpeace-Forderung am Schluss des Films: &#8222;Kein Atomm\u00fcll ins Kartoffellager! Zwischenlagerung in Philippsburg genehmigen.&#8220; absurd.<\/p>\n<p>In der Anti-Atom-Bewegung wurde bisher immer Wert darauf gelegt, auf die Gefahren und den Wahnsinn, den das Betreiben jeglicher Atomanlagen darstellt, hinzuweisen. Keine Kartoffelscheune ist besser als die andere, eine Diskussion dar\u00fcber dient nur den Interessen der Atomindustrie und f\u00f6rdert den Weiterbetrieb.<!--more--><\/p>\n<p>Die S\u00fcdwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen lehnen jegliche Atomm\u00fclltransporte ab, solange in Atomkraftwerken, Atomforschungseinrichtungen, Uranminen, Urananreicherungsanlagen und Brennelementefabriken weiter neuer Atomm\u00fcll produziert wird. Die Atomm\u00fclltransporte dienen nur einem Zweck: Atomanlagen weiter betreiben zu k\u00f6nnen und eine L\u00f6sung der Atomm\u00fcllproblematik vorzugaukeln. Mit dem Abtransport aus der Plutoniumfabrik in La Hague wird dort Platz geschaffen, f\u00fcr die weitere Abtrennung von atomwaffenf\u00e4higem Plutonium und einhergehender Verseuchung der Umwelt besonders im \u00c4rmelkanal und der Normandie. So fuhr erst am 12. Oktober 2011 ein Atomm\u00fclltransport aus dem holl\u00e4ndischen AKW Borssele zur Wiederaufarbeitung nach La Hague, er wurde dabei von Protesten belgisch-franz\u00f6sischer Anti-Atom-Initiativen begleitet.<\/p>\n<p>Diese Haltung ist kein Ausdruck des Sankt-Florian-Prinzips, so haben z.B. die S\u00fcdwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen im Rahmen der <a href=\"http:\/\/www.nachttanzblockade.de\" target=\"_blank\">Nachttanzblockade<\/a> im Februar 2011 auch den Castortransport von Karlsruhe nach Lubmin behindert und einen Verbleib des M\u00fclls vor Ort gefordert!<\/p>\n<p>Die Greenpeaceposition der Umleitung nach Philippsburg f\u00e4llt auch den Aktivist_innen in Valognes in den R\u00fccken, welche dieses Jahr den Castortransport bei der Abfahrt stoppen wollen (<a href=\"http:\/\/valognesstopcastor.noblogs.org\" target=\"_blank\">valognesstopcastor.noblogs.org<\/a>) und wirkt demobilisierend auf den franz\u00f6sischen Widerstand.<\/p>\n<p>Bitte schlie\u00dft Euch unserer Forderung nach einer kompletten Absage des Castortransports und den Stopp des Endlagerausbaus in Gorleben an.<br \/>\nUnterst\u00fctzt den <a href=\"http:\/\/www.castor-suedblockade.de\/2011\/suedblockade-unterstuetzen.html\" target=\"_blank\">Aufruf zur S\u00fcdblockade<\/a> und die <a href=\"https:\/\/www.gorleben-castor.de\/index.php?cont=16_1\" target=\"_blank\">Auftaktkundgebung in Dannenberg<\/a><\/p>\n<p>Mit freundlichen Gr\u00fc\u00dfen<\/p>\n<p>die S\u00fcdwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen<\/p>\n<p><em>Update:<\/em><\/p>\n<p><em>Greenpeace hat am 26.10.2011 auf diesen offenen Brief geantwortet: <a href=\"http:\/\/www.castor-suedblockade.de\/2011\/1337-greenpeace-statement-zur-qphilippsburg-forderungq-.html\" target=\"_blank\">Hier dokumentiert<\/a><\/em><\/p>\n<p><em>Die S\u00fcdwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen haben darauf am 01.11.2011 geantwortet: <a href=\"http:\/\/www.castor-suedblockade.de\/2011\/1338-qnein-es-ist-nicht-unser-muellq.html\" target=\"_blank\">Hier lesen<\/a><\/em><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Liebe Freund_innen und Atomkraftgegner_innen, wir alle haben von Greenpeace Deutschland den Link zu einem Greenpeace-Video erhalten, mit der Bitte dieses weiterzuverbreiten und zu bewerben. 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