{"id":695,"date":"2011-12-20T16:49:04","date_gmt":"2011-12-20T15:49:04","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=695"},"modified":"2011-12-20T16:49:04","modified_gmt":"2011-12-20T15:49:04","slug":"die-welt-nach-durban-jetzt-gilt-code-red","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2011\/12\/20\/die-welt-nach-durban-jetzt-gilt-code-red\/","title":{"rendered":"Die Welt nach Durban: Jetzt gilt Code RED"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Nach COP 17 erkl\u00e4ren der World Council for Renewable Energy (WCRE) und EUROSOLAR: Jetzt gilt Code RED<\/p>\n<p>Die Weltklimakonferenz in Durban war das j\u00e4he Erwachen aus dem langen Tr\u00e4umen \u00fcber erfolgreiche Verhandlungen zum Emissionsaussto\u00df. Den Weg mit Erneuerbaren Energien zur Kontrolle der Erderw\u00e4rmung zu gehen, duldet keinen weiteren Aufschub.<!--more--><\/p>\n<p>Die Versuche der Weltgemeinschaft, die explodierenden Treibhausgas-Emissionen in den Griff zu bekommen, sind zum 17. Mal kl\u00e4glich gescheitert \u2013 ein tragisches und doch vorhersehbares Ergebnis. Die Gr\u00fcnde daf\u00fcr waren nur zum Teil der gewohnten Machtpolitik der verschmutzenden L\u00e4nder zuzuschreiben, gefangen in einem Wirtschaftsmodell, das kurzfristige Geldgewinne \u00fcber das \u00dcberleben der Menschheit stellt.<\/p>\n<p>Der Verhandlungsansatz selbst ist untauglich, denn er orientiert sich an Positionen des kleinsten gemeinsamen Nenners und zielt auf eine indirekte Dimension \u2013CO2-\u00e4quivalente Emissionen\u2013 die aufgrund ihrer Komplexit\u00e4t schwer zu berechnen und \u00fcberwachen ist, anstatt mit direkten Aktionen gegen die Ursache der Verschmutzung vorzugehen. Denn die Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger und die Zerst\u00f6rung der nat\u00fcrlichen Vegetationsdecke stellen das eigentliche Problem dar, und nicht der Kohlenstoff, zweith\u00e4ufigstes Element im menschlichen K\u00f6rper und chemische Grundlage aller bekannten Lebensformen.<\/p>\n<p>Der ausschlie\u00dfliche Fokus auf emittierte Treibhausgase beg\u00fcnstigt nicht nur absurde L\u00f6sungen, wie die Abscheidung und Einlagerung von CO2 (CCS), oder gefahrentr\u00e4chtige Sackgassen-Technologien wie die Atomkraft, sondern lenkt auch noch ab vom gr\u00f6\u00dften unmittelbaren Risiko f\u00fcr die weltweite wirtschaftliche Stabilit\u00e4t: das gegenw\u00e4rtige Erreichen des weltweiten \u00d6lf\u00f6rdermaximums.<\/p>\n<p>Sowohl die Notlage der Armen als auch die Zukunft ihrer eigenen Kinder ignorierend, schienen sich Interessengruppen von Deutschland bis S\u00fcdafrika einig, das kohle- und \u00f6lbefeuerte globale Energiesystem fortzuf\u00fchren. Kohle regiert weiter als schnell wachsende weltweite Stromquelle: hiermit wird die Zukunft von Milliarden Menschen aufs Spiel gesetzt. Denn bekannterweise f\u00fchren fossile Energietr\u00e4ger zur Verarmung des Planeten: Ihre heute noch vorherrschende Nutzung l\u00e4hmt lokale Entwicklung und fordert Millionen von Opfern: durch Luftverschmutzung und Wasserverseuchung, Folgen des Klimawandels, Kriege.<\/p>\n<p>Der WCRE und EUROSOLAR erkl\u00e4ren einen globalen Code RED \u2013 die \u201eRenewable Earth Decade\u201c. Es ist der Wettlauf um eine Welt mit vorwiegend erneuerbarer Energiebasis, der bis zum Jahr 2020 auf Hochtouren laufen muss\u00a0\u00a0 wenn sich die meisten Menschen, Gemeinden und Nationen der Erde das praktische Ziel der vollst\u00e4ndig auf erneuerbare Ressourcen gegr\u00fcndeten Energieautonomie gesetzt und deren Verwirklichung in Angriff genommen haben. Die Renewable Earth Decade wird zur globalen Verbreitung dessen, was bereits heute auf privater und lokaler Ebene, in Unternehmen, St\u00e4dten und L\u00e4ndern in Richtung einer vollst\u00e4ndig auf Erneuerbare Energien setzenden Welt geschieht.<\/p>\n<p>Das Jahrzehnt der Renewable Earth Decade muss insbesondere auch Innovationen in nachhaltiger Bodenbewirtschaftung und \u00f6kologischer Lebensmittelherstellung beschleunigen: Diese werden dazu beitragen, den t\u00e4glichen Anstieg des \u00dcberschusses an Treibhausgaskonzentrationen in der Erdatmosph\u00e4re durch Verbrennung fossiler Energietr\u00e4ger und Zementherstellung, die Zerst\u00f6rung von Feuchtgebieten und der nat\u00fcrlichen Vegetationsdecke nicht nur in Grenzen zu halten, sondern noch in diesem Jahrhundert umzukehren.<\/p>\n<p>Zum Handeln verbleibt ein knappes Jahrzehnt \u2013 f\u00fcr das, was schon in den vergangenen 25 Jahren h\u00e4tte getan werden m\u00fcssen. Das \u2018Handeln\u2019 umfasst auch Nicht-Handeln, denn f\u00fcr unsere gemeinsame Zukunft gilt es, fossile Energie und Uran im Boden zu belassen. Neue massive Kohle-Initiativen sind zu unterlassen. Dazu geh\u00f6ren nicht nur schon im Bau befindliche, unn\u00f6tige Grosskraftwerke von Moorburg bis Medupi (S\u00fcdafrika), sondern die gigantischen neuen Projekte der Terrazid-Klasse.<\/p>\n<p>Einig sind von speziellem Interesse f\u00fcr Deutschland, zum Beispiel Pl\u00e4ne f\u00fcr die 7.5 Milliarden australische Dollar schwere &#8218;China First&#8216; Mega-Mine in Queenslands Galilee Basin, sowie die mongolische Kokskohlemine bei Tavan Tolgoi, mit Goldman Sachs, Macquarie Bank, BNP Paribas und Deutsche Bank berichtet als involviert in einem erhofften internationalen B\u00f6rsengang. Code RED hilft diesen Banken, ihr Interesse an der bereits fossil stark belasteten jedoch sonnenreichen Mongolei in einen wirklich zukunftstr\u00e4chtigen B\u00f6rsengang umzuwandeln, erneuerbare Industriekapazit\u00e4t zu entwickeln, und Minen zu schlie\u00dfen.<\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.de\/de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1588&amp;Itemid=363\" target=\"_blank\">Eurosolar<\/a><\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Nach COP 17 erkl\u00e4ren der World Council for Renewable Energy (WCRE) und EUROSOLAR: Jetzt gilt Code RED Die Weltklimakonferenz in Durban war das j\u00e4he Erwachen aus dem langen Tr\u00e4umen \u00fcber erfolgreiche Verhandlungen zum Emissionsaussto\u00df. 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