{"id":792,"date":"2012-02-01T13:25:55","date_gmt":"2012-02-01T12:25:55","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=792"},"modified":"2012-02-01T13:26:24","modified_gmt":"2012-02-01T12:26:24","slug":"taglich-1-2-millionen-e-zu-viel-die-marktpramie-ist-gescheitert","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2012\/02\/01\/taglich-1-2-millionen-e-zu-viel-die-marktpramie-ist-gescheitert\/","title":{"rendered":"T\u00e4glich 1-2 Millionen \u20ac zu viel &#8211; die Marktpr\u00e4mie ist gescheitert"},"content":{"rendered":"<blockquote><p>Vor dem Hintergrund der Kostendebatte um das Erneuerbare-Energien-Gesetz  (EEG) wird immer deutlicher, wie die Politik Mehrkosten ganz gezielt  herbeigef\u00fchrt hat, nur um dann die Konsequenzen der eigenen verfehlten  Politik den Erneuerbaren Energien und insbesondere der Solarenergie zur  Last zu legen. Dies ist ein durchschaubares Man\u00f6ver, um die Akzeptanz  f\u00fcr die Energiewende in der Bev\u00f6lkerung zu untergraben und den  Stromkonzernen neue Einnahmen zu verschaffen. Ganz bewusst hat man daf\u00fcr  gesorgt, dass die EEG-Umlage auf weniger Schultern verteilt wird, und  verweist dann auf die gestiegenen Kosten. Dass dieses Vorgehen Methode  hat, zeigt sich aber auch an der sogenannten Marktpr\u00e4mie, mit der  vorgeblich sowohl die Marktintegration der Erneuerbaren Energien wie  auch die lastgerechte Einspeisung der Erneuerbaren Energien gef\u00f6rdert  werden soll.<\/p>\n<p>Dabei ist seit Jahren bekannt, dass dieser Mechanismus ausschlie\u00dflich   zu hohen Mitnahmeeffekten in dreistelliger Millionenh\u00f6he ohne   vorzeigbaren Nutzen f\u00fchrt.<strong> Jeden Tag entstehen nun durch die  Marktpr\u00e4mie  Mehrkosten von 1-2 Millionen Euro, voraussichtlich \u00fcber 500  Millionen  Euro allein in diesem Jahr.<\/strong> Schon jetzt ist aber  klar, dass die  Marktpr\u00e4mie nicht zur Einrichtung von regenerativen  Verbundkraftwerken,  bei denen fluktuierende Erzeuger wie Wind- und  Solarkraftwerke mit  dynamisch regelbaren Formen wie Biogas und  Wasserkraft vernetzt werden, oder zum Bau von neuen Stromspeicher f\u00fchren  wird. Auch die Stromnetze  werden nicht entlastet.<\/p>\n<p>Die Summen,  die f\u00fcr die Marktpr\u00e4mie verschwendet  werden, liegen unsinnigerweise  h\u00f6her als die Mittel, die Wirtschaft-  und Umweltministerium bis 2014 im  Rahmen der F\u00f6rderinitiative  Energiespeicher bereitstellen, deren  Volumen sich nur auf 200 Mio. Euro  bel\u00e4uft.<!--more--><\/p>\n<p>Besonders  bedenklich ist aber, dass diese Bundesregierung nicht nur ein  teures  und sinnloses Instrument neu eingef\u00fchrt hat, sondern mit der   Beschneidung des Gr\u00fcnstromprivilegs zugleich ein erfolgreiches und   kosteng\u00fcnstiges Instrument besch\u00e4digt hat. Sie hat so innovative   mittelst\u00e4ndische Stromvertriebe abgestraft, die bereits heute in   vorbildlicher Weise mit hohen Anteilen Erneuerbaren Energien arbeiten   und sich um eine echte Marktintegration Erneuerbarer Energien bem\u00fchen.<\/p>\n<p>Diese Politik verursacht Mehrkosten im dreistelligen Millionenbereich   und tritt dabei auf der Stelle. Dabei war im Koalitionsvertrag sogar   noch von einem &#8222;Stetigkeitsbonus&#8220; die Rede. Die zeitnahe Einf\u00fchrung   eines Speicherbonus f\u00fcr Energiespeicher und virtuellen Kraftwerke  innerhalb des EEG w\u00e4re der erste Schritt in die richtige Richtung. Auf   diese Weise w\u00e4re sichergestellt, dass den Kosten auch ad\u00e4quater Nutzen   gegen\u00fcbersteht, n\u00e4mlich durch die Vernetzung von regenerativen  Einzelanlagen zu  einer Vielzahl von virtuellen Kraftwerken und durch  den Aufbau signifikanter  Speicherkapazit\u00e4ten, und somit auch die  Reduktion  des notwendigen Netzausbaus durch den beschleunigten \u00dcbergang  von einer  zentralisierten Stromversorgung zu einer immer st\u00e4rkeren   Dezentralisierung.<\/p>\n<p>EUROSOLAR wird daher am 27. April 2012 im Rheinischen Landesmuseum in Bonn ein Symposium <strong>&#8222;Rechtsrahmen f\u00fcr Stromspeicher&#8220; <\/strong>durchf\u00fchren,   um die Diskussion \u00fcber einen effektiven Rechtsrahmen f\u00fcr   Energiespeichertechnologien und virtuelle Kraftwerke voranzubringen. Das   Programm des Symposiums sowie weitere Informationen finden Sie in  K\u00fcrze  auf www.eurosolar.org.<\/p>\n<p><em>Ansprechpartner: Valentin Hollain, wiss. Leiter EUROSOLAR, Tel.: 0228 \/ 2891446<\/em><\/p><\/blockquote>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.eurosolar.de\/de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1597&amp;Itemid=379\" target=\"_blank\">Pressemitteilung von EUROSOLAR vom 01.02.2012<\/a><\/p>\n<p>Herr Vallentin Hollain wird auf unserer <a href=\"http:\/\/www.endlich-abschalten.de\/\" target=\"_blank\">Kundgebung am Fukushima-Jahrestag in Neckarwestheim<\/a> sprechen.<\/p>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>Vor dem Hintergrund der Kostendebatte um das Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) wird immer deutlicher, wie die Politik Mehrkosten ganz gezielt herbeigef\u00fchrt hat, nur um dann die Konsequenzen der eigenen verfehlten Politik den Erneuerbaren Energien und insbesondere der Solarenergie zur Last zu legen. 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