{"id":839,"date":"2012-02-23T18:31:36","date_gmt":"2012-02-23T17:31:36","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=839"},"modified":"2012-02-23T20:37:05","modified_gmt":"2012-02-23T19:37:05","slug":"photovoltaik-ausstieg-zwei-tage-vor-fukushima-jahrestag-angekundigt","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2012\/02\/23\/photovoltaik-ausstieg-zwei-tage-vor-fukushima-jahrestag-angekundigt\/","title":{"rendered":"Photovoltaik-Ausstieg zwei Tage vor Fukushima-Jahrestag angek\u00fcndigt"},"content":{"rendered":"<p>R\u00f6sler hat sich durchgesetzt und zum 9. M\u00e4rz soll die PV-Einspeiseverg\u00fctung um bis zu 30% massiv zusammengestrichen werden. Diese Einigung haben Bundeswirtschaftsminister R\u00f6sler und Bundesumweltminister R\u00f6ttgen heute in Berlin bekannt gegeben. Damit \u00fcberrtreffen die Minister noch die schlimmsten Bef\u00fcrchtungen und planen das Ende der Energiewende ausgerechnet f\u00fcr den 9. M\u00e4rz: 2 Tage vor dem Fukushima-Jahrestag! (<a href=\"http:\/\/www.endlich-abschalten.de\" target=\"_blank\">www.endlich-abschalten.de<\/a>)\u00a0 Heute fanden erste Proteste von Mitarbeitern bei Photovoltaik-Unternehmen statt (z.B.<a href=\"http:\/\/www.stimme.de\/heilbronn\/wirtschaft\/Solarfoerderung-wird-gekuerzt-Proteste-bei-Kaco-New-Energy;art2088,2380153\" target=\"_blank\"> bei Kaco in Neckarsulm)<\/a>.<\/p>\n<p>Die K\u00fcrzungs-Pl\u00e4ne im einzelnen findet man z.B. hier: <a href=\"http:\/\/www.photovoltaik-guide.de\/photovoltaik-neue-verguetungssaetze-fuer-strom-aus-solaranlagen-24920\" target=\"_blank\">photovoltaik-guide.de<\/a><\/p>\n<p>Abgesehen von der St\u00e4rke der K\u00fcrzungen wurde heute auch jegliche Planungssicherheit erneut  zerst\u00f6rt: Viele Projekte m\u00fcssen jetzt gestoppt werden da sich  Unternehmen und Privathaushalte auf eine K\u00fcrzung zum 1.4. eingestellt  hatten. Jetzt sind s\u00e4mtliche Kalkulationen Makulatur.<\/p>\n<ul>\n<li>Eine Sammlung von Reaktionen von verschiedenen Seiten zu diesem Kahlschlag findet sich in diesem Artikel.<\/li>\n<\/ul>\n<p>Wie extrem diese K\u00fcrzung ist zeigt diese Grafik:<!--more--><a rel=\"attachment wp-att-840\" href=\"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/2012\/02\/23\/photovoltaik-ausstieg-zwei-tage-vor-fukushima-jahrestag-angekundigt\/einspeise-kurzung\/\"><img loading=\"lazy\" class=\"size-full wp-image-840 alignnone\" title=\"K\u00fcrzung der PV-Einspeiseverg\u00fctung\" src=\"\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Einspeise-K\u00fcrzung.png\" alt=\"\" width=\"674\" height=\"410\" srcset=\"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Einspeise-K\u00fcrzung.png 749w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Einspeise-K\u00fcrzung-150x91.png 150w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Einspeise-K\u00fcrzung-250x151.png 250w, http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/wp-content\/uploads\/2012\/02\/Einspeise-K\u00fcrzung-670x407.png 670w\" sizes=\"(max-width: 674px) 100vw, 674px\" \/><\/a><\/p>\n<p>Die Umweltverb\u00e4nde sind alarmiert &#8211; der NABU kritisiert:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Vollbremsung f\u00fcr die Energiewende<\/strong><br \/>\nNABU kritisiert Einigung zu Solarf\u00f6rderung und Energieeffizienzrichtlinie<\/p>\n<p>Der NABU verurteilt die heute von Wirtschafts- und Umweltministerium pr\u00e4sentierte Einigung zur Solarf\u00f6rderung und zur EU-Energieeffizienzrichtlinie aufs Sch\u00e4rfste. \u201eWas die Minister R\u00f6sler und R\u00f6ttgen ein \u201aModernisierungsprojekt\u2018 nennen, ist in Wahrheit eine Vollbremsung \u2013 und zwar sowohl f\u00fcr die Umsetzung der Energiewende als auch f\u00fcr wichtige Zukunftsm\u00e4rkte\u201c, kritisiert NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke. \u201eMit den Vorschl\u00e4gen der beiden Bundesminister wird die Energiewende massiv erschwert, Zigtausende Arbeitspl\u00e4tze in der Solarbranche gef\u00e4hrdet und Wachstumschancen f\u00fcr Energieeinspar-Dienstleistungen zunichte gemacht.\u201c<\/p>\n<p>Der NABU verurteilt die heute von Wirtschafts- und Umweltministerium pr\u00e4sentierte Einigung zur Solarf\u00f6rderung und zur EU-Energieeffizienzrichtlinie aufs Sch\u00e4rfste. \u201eWas die Minister R\u00f6sler und R\u00f6ttgen ein \u201aModernisierungsprojekt\u2018 nennen, ist in Wahrheit eine Vollbremsung \u2013 und zwar sowohl f\u00fcr die Umsetzung der Energiewende als auch f\u00fcr wichtige Zukunftsm\u00e4rkte\u201c, kritisiert NABU-Pr\u00e4sident Olaf Tschimpke. \u201eMit den Vorschl\u00e4gen der beiden Bundesminister wird die Energiewende massiv erschwert, Zigtausende Arbeitspl\u00e4tze in der Solarbranche gef\u00e4hrdet und Wachstumschancen f\u00fcr Energieeinspar-Dienstleistungen zunichte gemacht.\u201c<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.nabu.de\/themen\/energie\/energieeffizienz\/14660.html\" target=\"_blank\">weiterlesen auf NABU.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Der BUND stellt fest:<\/p>\n<blockquote><p><strong>R\u00f6sler und R\u00f6ttgen stehen Energiewende im Weg: Ausbau der Photovoltaik wird abgew\u00fcrgt. Ma\u00dfnahmen zum Energiesparen auf Eis gelegt<\/strong><\/p>\n<p>Der Bund f\u00fcr Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) sieht in der heutigen energiepolitischen Einigung zwischen Bundeswirtschaftminister Philipp R\u00f6sler und Bundesumweltminister Norbert R\u00f6ttgen einen gewaltigen R\u00fcckschritt f\u00fcr die Energiewende in Deutschland. &#8222;Das ist ein Riesen-Fiasko f\u00fcr eine zukunftsf\u00e4hige Energieversorgung. Mit der Fotovoltaik droht ein wesentlicher Eckpfeiler der Energiewende abgew\u00fcrgt zu werden. Gleichzeitig sind R\u00f6sler und R\u00f6ttgen daf\u00fcr verantwortlich, dass in Sachen Energieeffizienz und Senkung des Energieverbrauchs nichts voran geht. So scheitert die Energiewende\u201c, sagte der BUND-Vorsitzende Hubert Weiger.<\/p>\n<p>Die deutsche Positionierung zur EU-Effizienzrichtlinie drohe die von EU-Kommissar G\u00fcnther Oettinger vorgeschlagenen verbindlichen Ma\u00dfnahmen zur Senkung des Energieverbrauchs zu Fall zu bringen. Sie setze auf windelweiche und auf EU-Ebene kaum durchsetzbare Ziele. &#8222;Am Ende w\u00fcrde das eine EU-Richtlinie ohne verbindliche Ziele und ohne verbindliche Ma\u00dfnahmen bedeuten&#8220;, so Weiger.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.bund.net\/nc\/presse\/pressemitteilungen\/detail\/artikel\/roesler-und-roettgen-stehen-energiewende-im-weg-ausbau-der-photovoltaik-wird-abgewuergt-massnahmen\/\" target=\"_blank\">weiterlesen auf BUND.net<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Valentin Hollain, wiss. Leiter von EUROSOLAR, wird am 11. M\u00e4rz in Neckarwestheim einer unserer Redner sein. In einer Pressemitteilung analysiert er die Hintergr\u00fcnde der abrupten Aktion:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Die Energiewende f\u00e4llt aus<\/strong><\/p>\n<p>Keine andere Technologie hat es in so kurzer Zeit geschafft, ihre Kosten zu senken wie die Photovoltaik. Sie leistet inzwischen signifikante Beitr\u00e4ge zu unserer Stromversorgung \u2013 dezentral und verbrauchsnah. Sie ist somit ein unverzichtbarer Meilenstein einer dezentralen und schnellen Energiewende.<\/p>\n<p>Jedes weitere Gigawatt, das in Deutschland zugebaut wird, f\u00fchrt nur noch zu unwesentlichen Mehrkosten und senkt gleichzeitig unsere Importabh\u00e4ngigkeit von fossilen Energietr\u00e4gern. &#8222;Wenn aber das Kostenargument gegen die Photovoltaik obsolet ist, so ist es doch eine andere Frage, ob es politisch gewollt ist, dass die Photovoltaik so rasch w\u00e4chst, dass sie den Umbaupfad unserer Stromversorgung entscheidend mitbestimmt&#8220;, so Valentin Hollain, wiss. Leiter von EUROSOLAR.<\/p>\n<p>Was sie zu leisten vermag, hat sie w\u00e4hrend der vergangenen K\u00e4lteperiode im Zusammenspiel mit der Windenergie unter Beweis gestellt, als sie mit dazu beitrug, die Stromnetze hierzulande zu stabilisieren und zus\u00e4tzlich die Stromversorgung in Frankreich mit signifikanten Strommengen zu unterst\u00fctzen. Bereits bei einem Anteil von 4 % an der deutschen Stromversorgung ist die Photovoltaik zu einer wichtigen Gr\u00f6\u00dfe geworden, die mitt\u00e4gliche Lastspitzen abfedert und die Netze entlastet.<\/p>\n<p>Aber wenn jetzt an sonnigen Februartagen mehr als 10 Gigawatt Solarstrom in den Mittagsstunden in das Stromnetz eingespeist werden, ist dies nur ein Vorgeschmack auf den Einfluss, den die in Deutschland installierten Module k\u00fcnftig nehmen werden: Einspeisungen oberhalb von 15 Gigawatt werden immer h\u00e4ufiger auftreten und somit den Strukturwandel zu einer dezentral gepr\u00e4gten Stromversorgung forcieren. Bei einem weiteren Wachstum der Photovoltaik w\u00fcrde sie perspektivisch auch die Marke von 25 Gigawatt \u00fcberspringen. In einem solchen Strommix, in dem Sonne und Wind den Takt vorgeben, haben unflexible fossile Gro\u00dfkraftwerke keinen Platz mehr. Die Photovoltaik f\u00fchrt zwangsl\u00e4ufig zu einer Stromversorgung, die deutlich dezentraler gepr\u00e4gt ist als die heutige.<\/p>\n<p>Dass die Bundesminister R\u00f6ttgen und R\u00f6sler nun den Ausbau der Photovoltaik in Deutschland abrupt zum Stillstand bringen wollen, hat daher ganz eindeutige Gr\u00fcnde. &#8222;Sie wissen ganz genau, dass jedes weitere Gigawatt Photovoltaik Tatsachen schafft. Deswegen warten sie nicht einmal mehr die Auswirkungen der bereits zum 1.1.2012 erfolgten deutlichen Verg\u00fctungsk\u00fcrzung um 15 % ab. So eilig hat man es, dass man gleich zum n\u00e4chsten Schlag ausholt, um ganz sicher zu sein, dass die Photovoltaik diese Runde nicht mehr \u00fcbersteht&#8220;, so Irm Scheer-Pontenagel, Gesch\u00e4ftsf\u00fchrerin von EUROSOLAR.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/eurosolar.de\/de\/index.php?option=com_content&amp;task=view&amp;id=1603&amp;Itemid=379\" target=\"_blank\">weiterlesen auf eurosolar.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Die Hermann-Scheer-Stiftung sieht die Solark\u00fcrzungen als Ablenkungsman\u00f6ver um die Energiewende zus\u00e4tzlich auch vorhersehbar an mangelnden Speichern und Netzen scheitern zu lassen:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Solark\u00fcrzungen als Ablenkungsman\u00f6ver<\/strong><\/p>\n<p>Mit der nun angek\u00fcndigten abermaligen K\u00fcrzung der Solarstromverg\u00fctung um 30 % zum April zeigt die schwarz-gelbe Koalition abermals ihre wahren Absichten. Es geht nicht um die beschleunigte Energiewende; es geht nicht um die strukturelle Anpassung der Netze, damit Erneuerbare Energien nach dem Erfolgskonzept der letzten Jahren auf Grundlage des Erneuerbare-Energien-Gesetzes, EEG, nach und nach die fossil-atomaren Kapazit\u00e4ten ersetzen. Es geht vielmehr um Bestandssicherung und das Ausbremsen der Energiewende nach der Devise: \u201eDer fossil-atomare Kraftwerkspark muss sich noch weiter lohnen\u201c. Noch mehr Erneuerbare Energien als der bereits 21 %-Anteil im Stromnetz und \u201ezu viel\u201c dezentral erzeugter Solarstrom bedeuten, dass die Netzbetreiber massiv in die Umr\u00fcstung der Netze investieren m\u00fcssen. Die insoweit vorrangig in die Netze aufzunehmenden Erneuerbaren Energien bedeuten zudem, dass der fossil-atomare Gro\u00dfkraftwerkspark unrentabel wird. Insofern stehen die Zeichen auf Verz\u00f6gerung und Deckelung regenerativer Energien.<\/p>\n<p>Das EEG steht f\u00fcr Investitionssicherheit bei allen hiermit zusammenh\u00e4ngenden Wirtschaftszweigen und die fortzusetzende vorrangige Einspeisung erneuerbarer Energien. Seit l\u00e4ngerer Zeit wird allerdings Strom aus regenerativen Energien abgeregelt, womit verf\u00fcgbarer regenerativer Strom wegen Netzkapazit\u00e4tsengp\u00e4ssen nicht genutzt werden kann. Dies gilt mit der letzten EEG-Novelle nun auch f\u00fcr Photovoltaikstrom von gr\u00f6\u00dferen als 30 KW-Anlagen, womit die Ohnmacht gegen\u00fcber den bevorstehenden netzstrukturellen Ver\u00e4nderungen sogar gesetzlich fixiert wurde. Insofern ist es dringend geboten, das EEG als Hebel f\u00fcr die Anwendung Erneuerbarer Energien und einen entsprechenden Netzstrukturwandel einzusetzen und um einen sogenannten Speicherbonus zu erg\u00e4nzen. Ein solcher bietet Anreiz zur Entwicklung bzw. technologischen Optimierung von Speichern, deren Markteinf\u00fchrung und massenweisen Anwendung. Nur mit der Verwendung von Speichern wird der zuk\u00fcnftige Mix aus Erneuerbaren Energien mit den Netzkapazit\u00e4ten in Einklang zu bringen sein.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.hermann-scheer-stiftung.de\/index.php?id=10\" target=\"_blank\">weiterlesen auf Hermann-Scheer-Stiftung.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Campact schreibt im Blog:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Energiewende? Nein Danke! \u2013 R\u00f6ttgen und R\u00f6sler einigen sich<\/strong><\/p>\n<p>Gestern verk\u00fcndeten Umweltminister R\u00f6ttgen und Wirtschaftsminister R\u00f6sler, sie h\u00e4tten sich bei der Energiewende geeinigt. Was die Minister dann heute im Rahmen einer Pressekonferenz zur Solarf\u00f6rderung und zur Energieeffizienz vorstellten, entspricht aber schlimmsten Bef\u00fcrchtungen.<\/p>\n<p>weiterlesen auf <a href=\"http:\/\/blog.campact.de\/2012\/02\/energiewende-nein-danke-rottgen-und-rosler-einigen-sich\/\" target=\"_blank\">blog.campact.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Auch von anderer Seite kommt massive Kritik an den Pl\u00e4nen der Bundesregierung &#8211; so wird die IG Metall deutlich:<\/p>\n<blockquote><p><strong>IG Metall kritisiert K\u00fcrzungspl\u00e4ne der Bundesregierung f\u00fcr die Solarstromf\u00f6rderung<\/strong><\/p>\n<p>Die IG Metall hat die K\u00fcrzungspl\u00e4ne der Bundesregierung bei der Solarstromf\u00f6rderung kritisiert. &#8222;Damit setzt die Bundesregierung die Arbeitspl\u00e4tze in der Solarindustrie leichtfertig aufs Spiel. Es werden keine populistischen Ma\u00dfnahmen ben\u00f6tigt, sondern ein Zukunftsdialog zwischen Politik, Unternehmen, Verb\u00e4nden und Gewerkschaften f\u00fcr eine Industriepolitik, die auf die St\u00e4rkung von Produktionsstandorten und auf die F\u00f6rderung von Forschung und Innovation setzt&#8220;, sagte Detlef Wetzel, Zweiter Vorsitzender der IG Metall, am Donnerstag in Frankfurt.<\/p>\n<p>Erneute Absenkungen der F\u00f6rderung und unausgegorene Modelle zur Deckelung des Zubaus schaffe vor allem Verunsicherung, aber keine echte Kostenentlastung &#8222;Es geht darum, Stabilit\u00e4t in der F\u00f6rderung und eine Kostenentlastung der Stromkunden durch eine z\u00fcgige Degression der Verg\u00fctungss\u00e4tze zu erreichen, die durch den technischen Fortschritt bestimmt wird&#8220;, sagte Wetzel. Die Bundesregierung m\u00fcsse ein Nothilfe-Programm f\u00fcr die Photovoltaikindustrie auflegen, das aus B\u00fcrgschaften und zinsg\u00fcnstigen Darlehen bestehe. Eine Umstellung im F\u00f6rdersystem oder eine K\u00fcrzung, die \u00fcber die im Erneuerbare-Energien-Gesetz (EEG) schon f\u00fcr 2012 vorgesehenen rund 30 Prozent hinausgehe, sei kontraproduktiv. &#8222;Quasi \u00fcber Nacht wird der deutsche Markt zusammenbrechen und Unternehmen und Arbeitspl\u00e4tze massiv gef\u00e4hrden, wenn umgesetzt wird, was zwischen den Ministern R\u00f6ttgen und R\u00f6sler verabredet worden ist&#8220;, sagte Wetzel. Bereits jetzt sei in vielen Betrieben Kurzarbeit an der Tagesordnung und bedeutende Unternehmen insolvenzgef\u00e4hrdet.<\/p>\n<p>Die Bundesregierung sei schlecht beraten, sich zur Geisel einer auf fossile Gro\u00dfkraftwerke fixierten Lobby machen zu lassen, w\u00e4hrend gleichzeitig zehntausende Arbeitspl\u00e4tze in einer Zukunftsbranche auf dem Spiel st\u00fcnden. Durch eine wegweisende F\u00f6rderung der Photovoltaik sei eine innovative Schl\u00fcsselindustrie mit mehr als 100.000 Arbeitspl\u00e4tzen entstanden. &#8222;Diese Investition in die Zukunft des Industriestandortes Deutschland darf die Politik nicht aufs Spiel setzen, sondern muss jetzt die Energiewende zum Erhalt und zur St\u00e4rkung der Photovoltaik nutzen&#8220;, forderte Wetzel.<\/p>\n<p>Quelle: <a href=\"http:\/\/www.igmetall.de\/cps\/rde\/xchg\/internet\/style.xsl\/9281-9503.htm\" target=\"_blank\">IGMetall.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n<p>Auf Tagesschau.de kommentiert J\u00fcrgen D\u00f6schner (WDR, <em>ARD-Energieexperte<\/em>):<\/p>\n<blockquote><p><strong>Ein Ausstieg zum Vorteil der Energiekonzerne<\/strong><\/p>\n<p>W\u00e4hrend sich alle Welt Gedanken macht, wie man den CO2-Aussto\u00df senken kann, wie der Klimawandel gestoppt und auf die gef\u00e4hrliche Atomenergie verzichtet werden kann, w\u00e4hrend immer mehr L\u00e4nder mit Neid und Anerkennung auf das deutsche Modell zur F\u00f6rderung erneuerbarer Energien schauen, machen sich die Minister Philipp R\u00f6sler und Norbert R\u00f6ttgen daran, eben diese Erfolgsgeschichte zu demontieren.<\/p>\n<p>Der jetzt vorgestellte rasante und radikale Umbau der Solarf\u00f6rderung ist de facto ein Ausstieg. Eine K\u00fcrzung von 20 bis 30 Prozent innerhalb von zwei Wochen trifft nicht nur jene Hausbesitzer und Investoren hart, die gerade eine Anlage installieren. Deren Kalkulation schmilzt nun wie Butter in der Sonne dahin. Die Anti-Solar-Koalition schl\u00e4gt auch einer ganzen Branche ins Gesicht, die in den vergangenen Jahren einen enormen Beitrag zur Sicherung einer CO2-freien, dezentralen und preiswerten Energieversorgung geleistet hat.<\/p>\n<p>[&#8230; &#8211; <a href=\"http:\/\/www.tagesschau.de\/kommentar\/solarfoerderung128.html\" target=\"_blank\">kompletten Kommentar auf tagesschau.de lesen<\/a>]<\/p>\n<p>Der Ausbau der Solarenergie wird dramatisch einbrechen. Das n\u00fctzt weder den Stromkunden, die durch diese Entscheidung kaum auf niedrigere Preise hoffen k\u00f6nnen. Es hilft auch nicht dem Staat, aus dessen Kassen die Solarf\u00f6rderung ohnehin nicht bezahlt wird, und schon gar nicht dem Klima und der Umwelt.<\/p>\n<p>Nein, die einzigen, die von dieser Entscheidung profitieren, sind RWE, E.ON, Vattenfall und Co.. Denn deren Gro\u00dfkraftwerke &#8211; ob mit Atom, Kohle oder Gas betrieben, verloren mit jeder neuen Solaranlage an Wert, weil das Gesetz \u00fcber Erneuerbare Energien unter anderem vorschreibt, dass Wind- und Solarstrom Vorrang vor konventionellem Strom haben. Der Wertverfall und damit der Machtverlust der Energieriesen soll aufgehalten werden. Das ist wohl das eigentliche Motiv f\u00fcr R\u00f6slers und R\u00f6ttgens &#8222;Energiewende r\u00fcckw\u00e4rts&#8220;. Aber zum Gl\u00fcck haben energiepolitische Entscheidungen der schwarz-gelben Regierung manchmal eine recht kurze Halbwertzeit.<\/p><\/blockquote>\n<p>Hans-Josef Fell, der EEG-mit-Erfinder und Sprecher f\u00fcr Energie der Fraktion B\u00fcndnis 90\/Die Gr\u00fcnen im Bundestag kommentiert den stufenweisen Solarausstieg bis 2020:<\/p>\n<blockquote><p><strong>Minister R\u00f6sler und R\u00f6ttgen wollen stufenweisen Solarausstieg bis 2020<\/strong><\/p>\n<p>Auf die Solarenergie kommen sehr harte Zeiten zu. Die Minister R\u00f6sler und R\u00f6ttgen haben heute einen gemeinsamen Vorschlag vorgestellt, wie der Ausbau der Solarenergie drastisch abgebremst werden soll. Der Solarausbau soll im Rahmen eines Korridors von zun\u00e4chst 2,5 bis 3,5 Gigawatt quasi gedeckelt werden. Ab 2014 soll der Korridor j\u00e4hrlich um 400 Megawatt abgesenkt werden. Die Solarverg\u00fctung w\u00fcrde damit in den n\u00e4chsten Jahren zum Auslaufmodell. Je g\u00fcnstiger die PV Anlagen werden, desto weniger soll zugebaut werden, selbst wenn die Stromerzeugungskosten unter die von neuen Kohlekraftwerken fallen. Die Absenkung erfolgt gem\u00e4\u00df einem planwirtschaftlichen Modell, dessen Erfinder der FDP Parteivorsitzende R\u00f6sler ist.<\/p>\n<p>[&#8230; &#8211; <a href=\"http:\/\/www.hans-josef-fell.de\/content\/\" target=\"_blank\">komplett auf\u00a0 hans-josef-fell.de lesen<\/a>]<\/p>\n<p>Die vorgesehenen Absenkungen gehen weit \u00fcber die beachtliche Kostenentwicklung der Photovoltaik hinaus. Die planwirtschaftliche Deckelung des Solarausbaus unabh\u00e4ngig von den Solarkosten zeigt auf, dass die Regierung kein Interesse an dem Ausbau der Erneuerbaren Energien hat. Hinter sch\u00f6nen Worten der Kanzlerin und des Bundesumweltministers R\u00f6ttgen f\u00fcr Erneuerbare Energien steckt in Wirklichkeit eine knallharte Strategie zum Stoppen des erfolgreichen Ausbaus der Erneuerbaren Energien in Deutschland. Die Solarbranche wird ausgebremst. R\u00f6sler liefert jetzt Insolvenzen.<br \/>\nGenau ein Jahr nach Fukushima wird im Bundestag ein Gesetz durchgepeitscht werden, das den Begriff Solarausstiegsgesetz verdient hat.<\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>R\u00f6sler hat sich durchgesetzt und zum 9. M\u00e4rz soll die PV-Einspeiseverg\u00fctung um bis zu 30% massiv zusammengestrichen werden. Diese Einigung haben Bundeswirtschaftsminister R\u00f6sler und Bundesumweltminister R\u00f6ttgen heute in Berlin bekannt gegeben. Damit \u00fcberrtreffen die Minister noch die schlimmsten Bef\u00fcrchtungen und planen das Ende der Energiewende ausgerechnet f\u00fcr den 9. M\u00e4rz: 2 Tage vor dem Fukushima-Jahrestag! 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