{"id":967,"date":"2012-04-07T11:51:11","date_gmt":"2012-04-07T09:51:11","guid":{"rendered":"http:\/\/www.energiewendeheilbronn.de\/blog\/?p=967"},"modified":"2012-04-07T15:08:39","modified_gmt":"2012-04-07T13:08:39","slug":"indien-massiver-anti-atom-protest-info-sammlung","status":"publish","type":"post","link":"http:\/\/energiewendeheilbronn.de\/blog\/2012\/04\/07\/indien-massiver-anti-atom-protest-info-sammlung\/","title":{"rendered":"Indien: Massiver Anti-Atom-Protest"},"content":{"rendered":"<p>contratom.de berichtet:<\/p>\n<blockquote><p>Die Regierung des indischen Bundesstaats Tamil Nadu hat beschlossen, den Bau des Atomkraftwerkes Kudankulam, der wegen Massenprotesten der Einwohner auf Eis gelegt worden war, wieder aufzunehmen. 20.000 Menschen beteiligen sich an einer Demonstration vor dem Reaktor.<\/p>\n<p>Die erste von dem russischen Konzern Atomstrojexport gebaute Atomanlage mit zwei Reaktorbl\u00f6cken sollte urspr\u00fcnglich Ende 2011 ans Netz gehen. Doch die Bauarbeiten mussten wegen Massenprotesten, die seit September andauerten, gestoppt werden. Die indische Staatskasse kostet der Baustopp laut Medienberichten rund eine Million US-Dollar t\u00e4glich. Kudankulam ist ein \u201cSchl\u00fcsselobjekt\u201d in der russisch-indischen Zusammenarbeit im Bereich der Atomenergie.<!--more--><\/p>\n<p>Die Gruppe People\u2019s Movement Against Nuclear Energy f\u00fchrt eine Protestbewegung gegen das AKW an, dessen Bau Auswirkungen auf mindestens 15.000 Personen aus den umliegenden Gemeinden haben wird. Die Protestierenden haben die Baustelle belagert und damit den Bau des AKW um mehr als 8 Monate verz\u00f6gert. Die Proteste begannen, nachdem im M\u00e4rz 2011 durch ein Erdbeben radioaktive Substanzen im japanischen Atomkraftwerk in Fukushima freigesetzt worden waren. Im Dezember 2004 hatte ein Tsunami, der \u00fcber den S\u00fcdosten Asiens hereingebrochen war, die D\u00f6rfer in der Umgebung von Kudankulam erreicht.<\/p>\n<p>Am 15.03. hatten Atomkraftgegner zu der Aktion \u201cKudankulam Chalo!\u201d aufgerufen, der tausende Menschen gefolgt waren. Nun haben sich die Proteste gegen das indische Atomkraftwerk in Kudankulam zugespitzt. Bei einer Blockade der Zufahrtsstra\u00dfen seien laut twitter-Meldungen mehrere hundert Aktivisten festgenommen und die Medien ausgewiesen worden. Es befinden sich 20.000 Menschen vor dem AKW, von denen sollen 15 AktivistInnen in den unbefristeten Hungerstreik getreten sein.<\/p>\n<p>6.000 Polizeikr\u00e4fte, unter anderem auch der Spezialeinheit \u201cRapid Action Force\u201d seien um Kudankulam zusammengezogen worden. Es sei zudem eine Ausgangssperre verh\u00e4ngt und Kontrollpunkte auf allen Stra\u00dfen um Kudankulam eingerichtet worden. Man habe 300 ArbeiterInnen unter Polizeischutz in das AKW eskortiert.<\/p>\n<p>Nach Einsch\u00e4tzung von Atomkraftgegner soll nach dem Scheitern von Expertenkomissionen und Hetzkampagnen nun das Interesse der Atomindustrie mit Gewalt durchgesetzt werden. Im Februar hatte der indische Ministerpr\u00e4sident von den USA und einigen skandinavischen L\u00e4ndern unterst\u00fctzten NGOs vorgeworfen, hinter den Protesten zu stehen. 10 Atomkraftgegner sind laut Amnesty International akut von langj\u00e4hrigen Haftstrafen bedroht.<\/p>\n<p><a href=\"http:\/\/www.contratom.de\/2012\/03\/20\/indien-ausnahmezustand-in-kudankulam\/\" target=\"_blank\">weiterlesen auf contratom.de<\/a><\/p><\/blockquote>\n","protected":false},"excerpt":{"rendered":"<p>contratom.de berichtet: Die Regierung des indischen Bundesstaats Tamil Nadu hat beschlossen, den Bau des Atomkraftwerkes Kudankulam, der wegen Massenprotesten der Einwohner auf Eis gelegt worden war, wieder aufzunehmen. 20.000 Menschen beteiligen sich an einer Demonstration vor dem Reaktor. 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