Energiewende Heilbronn Blog


Wassereintritt an zwei Schachtausstiegsdeckeln von Kabelkanälen im Kernkraftwerk Neckarwestheim (Block II)

erstellt am: 09.10.2020 • von: Daniel • Kategorie(n): Allgemein

Heute wird vom Umweltministerium Baden-W√ľrttemberg mit fast 3-monatiger Versp√§tung ein Wassereintritt in zwei Kabelkan√§le des maroden Atomkraftwerks Neckarwestheim II (GKN II) gemeldet. Diese Kabelkan√§le dienen unter anderem der essenziellen Notstromversorgung und f√ľhren vom Notstromdieselgeb√§ude zum Schaltanlagengeb√§ude.

Völlig unverständlich ist die Verharmlosung des Vorfalles, der tatsächlich ein starkes Alarmsignal sein muss.

  • Erstens ist das Ereignis als systematischer Fehler anzusehen, da gleich zwei Schachtdeckel und zwei Kabelkan√§le betroffen waren.
  • Zweitens wird vom Ministerium ein Zusammentreffen von letztlich vier Ursachen genannt (ein Bauartproblem, eine defekte Dichtung, Verschlei√ü der Schachtdeckel, M√§ngel in der √úberwachung). Wir erinnern daran, dass wir immer wieder auf die Risiken durch Mehrfachprobleme hinweisen, solche kombinierten Problemlagen aber von der Atomaufsicht grunds√§tzlich als irrelevant betrachtet werden, da sie vermeintlich unwahrscheinlich seien. Wir sehen das derzeit ebenso bei der Korrosion der Dampferzeuger-Heizrohre: auch dort haben wir es mit der 4-fach-Kombination aus schon seit Bau bestehenden Schw√§chen, Verschlei√ü/Korrosion/Alterung, Betriebsfehlern, und zu sp√§ter Entdeckung von Problemen zu tun.
  • Drittens ist es in diesem Jahr bereits mindestens die dritte gravierende St√∂rung in Verbindung mit der Notstromversorgung beim Block GKN II.

Bewundernswert sind die Formulierungsk√ľnste des Ministeriums, die zur Verharmlosung benutzt werden, so hei√üt es „Leckagerate, die durch eine nicht ausreichende √úberpr√ľfung des Zustands der Deckel erh√∂ht war“. Nein, die Leckagerate war nicht deshalb vergr√∂√üert, weil niemand danach geschaut hat, sie war offenbar durch Verschlei√ü vergr√∂√üert, und das hat dann auch noch nicht einmal jemand bemerkt.

Unser Verdacht geht noch weiter:
wir warnen seit Jahrzehnten vor der instabilen Geologie des AKW-Gel√§ndes. K√∂nnten Bodenbewegungen zu der vergr√∂√üerten Leckagerate und ebenso zum Dichtungsschaden gef√ľhrt haben? Offiziell werden Setzungen nur unter dem K√ľhlturm zugegeben. Allerdings gibt es wichtige geologische Belege daf√ľr, dass im gesamten Bereich des ehemaligem Steinbruchs von Untersp√ľlungen ausgegangen werden muss (s. dazu z.B. die Gutachten von Dr. Behmel). Und auch vom dem K√ľhlturm gegen√ľber liegenden Ende des Gel√§ndes sind Setzungen bekannt, dort waren solche im Rahmen des Tunnelbaues f√ľr das Castorenlager aufgetreten.

Unsere Warnungen bez√ľglich der geologischen Instabilit√§t waren schon immer gerade auf die gegen Setzungen am wenigsten gesch√ľtzten Kabelkan√§le zwischen den Geb√§uden gerichtet, da Besch√§digungen der Notstromversorgung oder wichtiger anderer Leitungen zu unkontrollierbaren Situationen f√ľhren k√∂nnen.

Zus√§tzlich weisen wir auf die von uns ebenfalls seit langem kritisierte Hochwassergefahr f√ľr das AKW-Gel√§nde hin, die in der Meldung des Umweltministeriums auch ausdr√ľcklich zugegeben wird.

Jeder Tag des weiteren Betriebs des AKWs in Neckarwestheim ist ein Gefahrentag zu viel!

Quelle: Pressemitteilung der AG AtomErbe Neckarwestheim, in der wir mit unserem Dachverband BBMN gemeinsam gegen den Betrieb des AKW Neckarwestheim arbeiten


Argumente gegen den Atomm√ľll-Transport von Obrigheim ins Endlager Neckarwestheim [Update 2017]

erstellt am: 11.03.2017 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Anti-Atom, Atomm√ľll & Castor, GKN Neckar­westheim, KWO Obrigheim

Banner mit der wiederstaendigen Ente, dem Symbol des Buendnisses Neckar castorfrei

H√ľtchenspiel mit Castoren (Quellen: http://commons.wikimedia.org/wiki/File:Hieronymus_Bosch_051.jpg & Eigenes Foto vom Castorzug 11/2008 in HN)

H√ľtchenspiel mit Castoren
(Quellen: commons.wikimedia.org & Eigenes Foto vom Castorzug 11/2008 in HN)

[Aktualisierte Fassung unseres Textes vom 22.4.2013]

Wir haben Argumente gegen den Untersteller/EnBW-Plan, die Obrigheimer Brennelemente nicht vor Ort in Castoren zu lagern, sondern diese Castoren nach Neckarwestheim in das Tunnel-Lager zu stellen, gesammelt:

Es gibt einen einzigen Grund, der daf√ľr sprechen k√∂nnte, die Brennelemente von Obrigheim nach Neckarwestheim zu bringen:

Die derzeitige Lagerung im st√§ndig k√ľhlungsbed√ľrftigen Nasslager ist prinzipiell gef√§hrlicher als eine Trockenlagerung in Castoren. Es ist aber bezeichnend, dass dieser einzige Grund weder von der EnBW, noch vom Umweltministerium noch von der Presse erw√§hnt wird. Denn dann m√ľsste man ja zugeben, dass das bisherige Nebeneinander von Nasslager und Abriss-Arbeiten h√∂chst gef√§hrlich ist und dass die EnBW das Problem mutwillig circa 8 Jahre lang verschleppt hat.

Die tats√§chlich als Begr√ľndung f√ľr die Verschiebung des Atomm√ľlls genannten Argumente sind dagegen wertlos und gef√§hrlich. Und eine der gr√∂√üten Gefahren liegt tats√§chlich in der Verharmlosung des M√ľlls und des AKW-Abrisses, die mit der „Scheinl√∂sung“ der Atomm√ľll-Verlagerung und mit dem absurden Slogan der „gr√ľnen Wiese“ verbunden sind.

Ist das Lager in Neckarwestheim „vergleichsweise sicher“?

Nein, daf√ľr gibt es keinen Anhaltspunkt. (mehr¬†…)


AKW Brokdorf blockiert – auch die Neckar-Ente ist dabei

erstellt am: 10.03.2017 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Anti-Atom, Atomm√ľll & Castor

Blockade AKW Brokdorf - Solidarität Neckar castorfrei(Foto: Pay Numrich, feinfrisch.net)

Seit heute Morgen um 5 Uhr (10.3.17) werden zwei Tore des AKW Brokdorf von ca. 30 Aktivist_innen blockiert.
Auf den Transparenten findet sich die Forderung der Aktion: Atomanlagen stilllegen!
Mit dabei: die Castor-Ente vom Neckar.

K. Kobayashi: Fukushima-Rundbrief aus Japan

erstellt am: 10.03.2017 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, Fukushima

Fukushima am 16.3.2011Herr Kazuhiko Kobayashi hat auf seinen Vortragsreisen durch Europa bereits zwei Mail in Heilbronn gesprochen und von der Situation in Japan seit Beginn der Katastrophe von Fukushima berichtet, besonders auch von der sehr schweren Lage der aus der Region Fukushima gefl√ľchteten M√ľtter mit ihren Kindern. Er sammelt weiterhin Spenden zur Unterst√ľtzung von Hilfsprojekten f√ľr diese Betroffenen.

Wir dokumentieren seinen aktuellen Rundbrief anl√§sslich des 6. Fukushima-Jahrestages. Eine englische Fassung ist ebenfalls verf√ľgbar. Bei Interesse k√∂nnen wir Kontakt zu ihm herstellen. Bitte beachten Sie unten die Kontodaten f√ľr Ihre Spende.

Rundschreiben zum 6. Jahrestag Fukushima

Liebe Freundinnen und Freunde,

es ist wieder der Monat März gekommen und wir stehen kurz vor dem 6. Jahrestag des Fukushima-SuperGAUs.

Am 11. M√§rz 2011 √ľberfiel ein gro√ües Erdbeben mit der St√§rke (Magnitude) Mw9.0 das Nordostgebiet Japans, dessen Epizentrum 70km √∂stlich von der Stadt Sendai im Pazifik lag, zerst√∂rte viele St√§dte und der Tsunami riss mit seiner Urgewalt unz√§hlige H√§user und Menschen tief ins Meer mit. Aber noch die zweite Katastrophe begann bereits am darauf folgenden Tag. Diese Naturgewalt hat schlie√ülich am 12. M√§rz den ersten Reaktor des FUKUSHIMA-DAIICHI-Atomkraftwerks, am 14. den dritten und am 15. den vierten jeweils zur Explosion gef√ľhrt. Infolgedessen wurde neben allen anderen radioaktiven Nukliden z.B. mehr als 300fach radioaktives Caesium als bei dem Atombombenabwurf in Hiroshima in die Luft, in die Erde und ins Meer geschleudert. Aber damit ist es noch lange nicht beendet. Seit der Katastrophe setzt sich die radioaktive Verseuchung ununterbrochen fort, nicht bis heute oder morgen, sondern 10 Jahre, 20 Jahre, 50 Jahre, 100 Jahre und noch weiter. (mehr¬†…)


√Ąrztekammer: Keine Freigabe radioaktiven Restm√ľlls aus Kernkraftwerken

erstellt am: 04.12.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Allgemein, Atomm√ľll & Castor, GKN Neckar­westheim

Landes√§rztekammer: Keine Freigabe radioaktiven Restm√ľlls aus Kernkraftwerken im Land Baden-W√ľrttemberg

Stuttgart, 26Freimessen von radioaktivem M√ľll bringt Radioaktivit√§t in alle Bereiche der Biosph√§re.11.2016. Die Landes√§rztekammer Baden-W√ľrttemberg warnt vor der Verharmlosung m√∂glicher Strahlensch√§den durch die geplante Verteilung von gering radioaktivem AKW-Rest-M√ľll aus den Kernkraftwerken Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg sowie den Karlsruher Atomanlagen auf die M√ľlldeponien der Landkreise Ludwigsburg und Neckar-Odenwald sowie der Stadt Heilbronn und vermutlich weiterer Deponien sowie durch die Freigabe und Herausgabe des Restm√ľlls in die allgemeine Wiederverwertung und fordert die Landesregierung auf, sich f√ľr eine Verwahrung auch des gering strahlenden M√ľlls auf den Kraftwerksgel√§nden einzusetzen, bis definitive und gesundheitlich zu verantwortende L√∂sungen der Endlagerung gefunden sind.

Begr√ľndung:

Es ist geplant, dass sog. „freigemessener“ gering radioaktiver AKW-Restm√ľll aus den in R√ľckbau befindlichen Kernkraftwerken Neckarwestheim, Obrigheim und Philippsburg sowie den Karlsruher Atomanlagen auf den M√ľlldeponien der zust√§ndigen Landkreise Ludwigsburg und Neckar-Odenwald sowie der Stadt Heilbronn und vermutlich weiterer Deponien mit Bauschutt vermischt und „endgelagert“ und so zudem aus der Atomaufsicht entlassen wird. Bei einer Strahlenschutzmessung im AKW wird nach mehrfachen Dekontaminationsschritten anhand bestimmter Freimessgrenzen √ľberpr√ľft, ob die radioaktiven Reststoffe je nach Strahlenaktivit√§t wiederverwertet werden oder auf normalen Bauschuttdeponien ohne weitere Strahlenschutzkontrollen im Verlauf eingebaut oder aber in noch nicht existierende Endlager entsorgt werden k√∂nnen bzw. m√ľssen.

Das noch im Sommer 2016 verk√ľndete Moratorium gegen die radioaktiven M√ľllverladung auf Bauschuttdeponien hat das Gr√ľne Umweltministerium unter Franz Untersteller im November aufgek√ľndigt und sieht keine Strahlengef√§hrdung der Bev√∂lkerung.

Als √Ąrzte wissen wir, dass es keine Schwellenwerte f√ľr die Unbedenklichkeit von ionisierender Strahlung gibt und auch durch vermeintlich geringe Strahlenmengen gesundheitliche Sch√§den entstehen k√∂nnen. Ebenso sind die gesundheitlichen Folgen einer Verteilung von AKW-Rest-M√ľll nicht ausreichend gekl√§rt. Es bestehen ernstzunehmende Sorgen, dass gesundheitliche Gef√§hrdungen und Sp√§tfolgen durch Strahlensch√§den √ľber Generationen entstehen k√∂nnen. Aus Strahlenschutz-gr√ľnden muss die belastete Menge so klein wie m√∂glich gehalten werden und mit dem bestm√∂glichen technischem Stand sicher verwahrt und kontrolliert werden, am besten auf dem Kraftwerksgel√§nde.

 


Keine Zukunft mit der Kohle РEnde-Gelände-Proteste 2016 in Heilbronn

erstellt am: 23.07.2016 • von: Franz • Kategorie(n): Energiewende, Fossiler Raubbau, Klimaschutz

Protest - Keine Zukunt mit der KohleEnde Gel√§nde in Heilbronn ‚Äď Nachbereitung der Organisierten Linken Heilbronn (IL) und des Aktionsb√ľndnisses Energiewende Heilbronn

Gemeinsam beteiligten wir uns dieses Jahr an der internationalen Kampagne ‚ÄěEnde Gel√§nde‚Äú. Mit einer Veranstaltung zu den ‚ÄěEnde Gel√§nde‚Äú-Protesten, einer Kundgebung unter dem Motto „Fluchtursachen bek√§mpfen hei√üt Klimawandel stoppen!“ und einer Filmvorf√ľhrung, wollten wir den Themen rund um Ende Gel√§nde – Kohleausstieg, Umweltzerst√∂rung, Klimawandel – einen lokalen Ausdruck geben und zu den Aktionstagen in der Lausitz mobilisieren.

 

Veranstaltung

Bei der Veranstaltung informierte ein Genosse der Kampagne ‚ÄěEnde Gel√§nde‚Äú √ľber den Braunkohleabbau in Deutschland und das Lausitzer Braunkohlerevier. Er stellte die geplanten Aktionen vor, um den Tagebau zu blockieren und √∂ffentlichkeitswirksam den Braunkohleausstieg zu fordern. Mit dem anschlie√üenden k√ľrzeren Vortrag eines Vertreters des BUND Heilbronn √ľber das Heilbronner Kohlekraftwerk, wollten wir die Kampagne lokal greifbar machen. Schlie√ülich sind auch wir in Heilbronn und Region unmittelbar von den Folgen der Kohleverstromung im Kraftwerk Heilbronn betroffen, welches durch Feinstaub und giftige Abgase uns und unsere Umwelt belastet.

 

Kundgebung

Unsere Kundgebung „Fluchtursachen bek√§mpfen hei√üt Klimawandel stoppen! in der Woche vor den ‚ÄěEnde Gel√§nde‚Äú-Aktionstagen fand viel Resonanz in der Heilbronner Innenstadt. Mit einem Papp-Kohlekraftwerk, schwarzen CO2-M√ľlls√§cken und Zelten wurde symbolisch der Zusammenhang zwischen der sich anbahnenden Klimakatastrophe und aktuellen, beziehungsweise kommenden Fluchtbewegungen hergestellt. In einem Redebeitrag thematisierte ein Vertreter des zivilgesellschaftlichen B√ľndnisses ‚ÄěEnergiewende Heilbronn‚Äú die aktuelle, an Konzerninteressen ausgerichtete deutsche Energiepolitik und informierte √ľber das schmutzige Heilbronner Kohlekraftwerk. Ein Vertreter der Organisierten Linken (IL) beschrieb die Rolle des Raubbaus an der Natur f√ľr aktuelle und zuk√ľnftige Fluchtbewegungen, ordnete die weltweiten Verheerungen in den Rahmen des kapitalistischen Profitstrebens ein und betonte die Notwendigkeit, √∂kologische und soziale Alternativen zum kapitalistischen Wahnsinn zu entwickeln. (mehr¬†…)


Keine Castoren auf dem Neckar! B√ľrgerinitiativen informieren die Kommunen

erstellt am: 22.07.2016 • von: Franz • Kategorie(n): Allgemein, Atomm√ľll & Castor, GKN Neckar­westheim, KWO Obrigheim

Logos der Initiativen gegen Castoren auf dem Neckar

Die Verbände der Antiatom-Initiativen Obrigheim / Neckarwestheim

¬ü Bund der B√ľrgerinitiativen Mittlerer Neckar (BBMN)
Ÿ Initiative AtomErbe Obrigheim
Ÿ AG AtomErbe Neckarwestheim

An alle B√ľrgermeisterinnen/B√ľrgermeister entlang der geplanten Transportstrecke

An die Landräte der betroffenen Kreise

mit der Bitte um Weiterleitung an alle Gemeinderäte
mit der Bitte um Weiterleitung an alle Kreisräte

Castortransport auf dem Neckar?

15.07.2016

Sehr geehrte Frau B√ľrgermeisterin, sehr geehrter Herr B√ľrgermeister,
sehr geehrte Damen und Herren Gemeinderäte und Stadträte,
sehr geehrter Herr Landrat, sehr geehrte Damen und Herren Kreisräte,

am 20.06.2016 hat die Firma EnBW in einer Pressekonferenz mitgeteilt, dass sie in circa f√ľnf Schiffstransporten Castoren mit hochradioaktiven Brennelementen auf dem Neckar von Obrigheim nach Neckarwestheim √ľberf√ľhren will. Als Anrainer des Neckars sind die Menschen in Ihrem Einzugsgebiet besonders betroffen.

Um in Obrigheim den Bau eines Castoren-Lagers einzusparen, sollen die Castoren im Neckarwestheimer Zwischenlager zu den bereits vorhandenen eingelagert werden. Es w√ľrde eine noch st√§rkere Konzentration von Atomm√ľll am Standort Neckarwestheim mit seiner ungeeigneten Geologie von Auswaschungen und Hohlr√§umen bedeuten.

In der Vergangenheit wurde ein Transport auf dem Neckar von der EnBW selbst als zu gef√§hrlich eingestuft. Nun sind die in Obrigheim lagernden Brennelemente dem – wegen hoher Strahlenrisiken sehr fragw√ľrdigen – Billig-Abriss des dortigen Atomkraftwerks im Weg.
Jetzt wirft die EnBW die damaligen Sicherheitsbedenken √ľber Bord.

Transporte von Castoren sind riskant: sie sind unfalltr√§chtig, da Schiffstransporte dieser Art nicht erprobt sind. Die Bergung eines havarierten Castors aus dem Neckar erscheint aussichtslos. Ein besonderes Risiko besteht an den Schleusen. Zudem sind sie ein leichtes Ziel f√ľr einen Terroranschlag. Die Zerst√∂rung eines einzigen Castors k√∂nnte ganze Landstriche unbewohnbar machen. Ein Transport auf dem Neckar birgt somit un√ľbersehbare Gefahren f√ľr die Bev√∂lkerung. Andere Atomtransporte in der Vergangenheit erfolgten regelm√§√üig ohne ausreichende Information und ohne realen Schutz von Mensch, Natur und Kommunen. (mehr¬†…)


Stadtradeln 2016: neben Stadt HN nun auch im Landkreis: 12.6. bis 2.7.16 [Update]

erstellt am: 17.06.2016 • von: Franz • Kategorie(n): Aktionsb√ľndnis Energie­wende Heilbronn, Allgemein, Verkehrswende

Stadtradeln 2016

Stadtradeln ‚Äď ein tolle Sache!

Das Team der Freunde und Freundinnen der Energiewende ist in der Stadt Heilbronn von Anfang an beim Stadtradeln dabei, also seit 2012. Jedes Jahr mit dabei auch Aktive der ‚ÄěHeilbronner gegen S21‚Ä≥. Und manche Freunde aus dem bislang Stadtradel-freien Landkreis h√§tten auch gerne mitgemacht, aber mussten bis 2016 warten, bis es endlich auch im Landkreis Heilbronn m√∂glich ist, am Stadtradeln teilzunehmen. Deshalb wagen die ‚ÄěFreunde der Energiewende/EnerGeno‚Äú nun eine Aufteilung des Teams, um in beiden Kreisen an den Start zu gehen.

Die beiden Teams sind offen f√ľr alle Freunde einer nachhaltigen und regenerativen Zukunft.

Und dar√ľber hinaus freuen sie sich, falls sich jemand auch f√ľr die Arbeit des Aktionsb√ľndnisses Energiewende Heilbronn oder f√ľr eine Mitgliedschaft in der EnerGeno Heilbronn-Franken eG interessiert, der unabh√§ngigen B√ľrger-Energie-Genossenschaft unter dem Motto: ‚ÄěNeue Energie f√ľr Alle‚Äú. (mehr¬†…)


W√§hlen nutzt nur, wenn man auch auf die Stra√üe geht – Wahlpr√ľfsteine der AG AtomErbe Neckarwestheim

erstellt am: 11.03.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Allgemein, Politik

AG AtomErbe Neckarwestheim LogoWer nur beim¬†W√§hlen seine Stimme „abgibt“, verschenkt seine Rechte und seinen Einfluss. W√§hlen nutzt nur, wenn sich die Kandidaten und die Gew√§hlten f√ľr ihre Worte und ihr Handeln verantworten m√ľssen, vor der Wahl und nach der Wahl. Deshalb: machen wir B√ľrgerinnen und B√ľrger es den Politikern nicht leicht! Bleiben wir hartn√§ckig und unbequem! Glauben wir nicht wohlfeilen Worten, sondern setzen wir Taten durch!

Vor Wahlen kann man „Wahlpr√ľfsteine“ nutzen, um Anhaltspunkte zur Bewertung der Politik zu bekommen, nat√ľrlich kann man auch die Kandidaten direkt damit konfrontieren.

Seitens der AG AtomErbe Neckarwestheim gibt es daf√ľr einen Vorschlag mit 5 „Wahlpr√ľfsteinen“ f√ľr die Landtagswahl: (mehr¬†…)


Kehrwoche? Was beim AKW-Abriss in Baden-W√ľrttemberg unter den Teppich gekehrt wird …

erstellt am: 10.03.2016 • von: Franz • Kategorie(n): AKW-Stillegung und Abriss, Informationskommission, KWO Obrigheim

Kehrwoche?

Was beim AKW-Abriss in Baden-W√ľrttemberg unter den Teppich gekehrt wird …

UntermTeppich

M√ľsst Ihr immer dagegen sein?

oder: Wen k√ľmmert der Abriss von Atomanlagen?

(verfasst am 26.4.2015)

R√ľckbau von Atomkraftwerken, das klingt gut.

Klingt wie: es wird alles wieder gut, jetzt wird aufger√§umt, und nach dem Kehraus bleibt kein Kr√ľmel Atomsorgen mehr √ľbrig. Endlich wird wieder gr√ľnes Gras wachsen.

Jahrzehntelang hat von Angst gesteuerte Verdr√§ngung den Betrieb der AKWs √ľberhaupt erst erm√∂glicht. Mit den Details wollte man sich lieber nicht befassen. Und jetzt f√ľhren fast hypnotische Schlagworte wie ‚ÄěAtomausstieg‚Äú, ‚ÄěR√ľckbau‚Äú, ‚ÄěFreimessen‚Äú und ‚ÄěGr√ľne Wiese‚Äú zu einem erleichterten Aufatmen und wieder zu einem Wegschauen. Doch die Realit√§t des AKW-Abrisses ist ebenso schmutzig wie der Betrieb (und der l√§uft im Nachbar-AKW ohnehin noch weiter). (mehr¬†…)


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