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Mappus‘ EnBW-Deal kommt unter die Lupe – Regierung prĂŒft Annulierung

erstellt am: 17.10.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, Energiewende, Politik

Die Stuttgarter Zeitung berichtet:

Stuttgart – Der Kauf der EnBW-Aktien könnte wegen der Umgehung des Landtags ungĂŒltig sein. Weil das GeschĂ€ft rechtswidrig unter Bruch der Verfassung zustande kam, könnten es beide Seiten jederzeit annullieren lassen. Diese EinschĂ€tzung einer Rechtsexpertin lĂ€sst die grĂŒn-rote Landesregierung derzeit prĂŒfen. Im Rahmen der GesamtprĂŒfung des EnBW-Deals werde auch diese Frage untersucht, bestĂ€tigte ein Regierungssprecher.

Die Analyse der vertragsrechtlichen Seite stammt von Johanna Wolff vom Forschungsinstitut fĂŒr öffentliche Verwaltung in Speyer. Sie ist eine Mitarbeiterin des Staatsrechtlers Joachim Wieland, der die SPD erfolgreich vor dem Staatsgerichtshof vertreten hatte. Wolff stĂŒtzt sich auf zwei Paragrafen des BĂŒrgerlichen Gesetzbuches, nach denen ein GeschĂ€ft, das rechtswidrig ist oder „gegen die guten Sitten verstĂ¶ĂŸt“, nichtig ist. Nach frĂŒheren Urteilen des Bundesgerichtshofs gelte dies fĂŒr GeschĂ€fte, die bei „Beteiligung der öffentlichen Hand im krassen Widerspruch zum Gemeinwohl stehen“. Dies sei etwa dann der Fall, wenn alle Beteiligten wissentlich oder grob fahrlĂ€ssig das Haushaltsrecht missachteten, argumentiert Wolff.

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