Energiewende Heilbronn Blog


Schwarz-Gelb will wieder Energiewende verhindern [update]

erstellt am: 18.11.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Energiewende, Photovoltaik, Politik

Wirtschaftsminister Philipp Rösler (FDP) will die Energiewende abwĂŒrgen: Die PV-EinspeisevergĂŒtung will er auf 1 GWp Zubau pro Jahr begrenzen und an den AKW-Standorten sollen fossile Kohle- und Gaskraftwerke gebaut werden. WĂ€hrend letzteres schon auf den ersten Blick völliges Kasperletheater ist, soll mit ersterem die Angst vor einer „Deindustrialisierung Deutschlands“ verursacht durch die Energiewende untermauert werden. Dass wir ohne die Erneuerbare Energien ohne Ausweg mit immer teureren Ölpreise kĂ€mpfen mĂŒssten vergisst Rösler genauso wie die Tatsache dass die stromintensive Industrie in Deutschland im europĂ€ischen Vergleich völlig normale Strompreise bezahlen muss – und ab nĂ€chstem Jahr sogar zusĂ€tzlich fast ganz von der EEG-Umlage befreit wird deshalb steigt sie fĂŒr Privathaushalte). Dass Schwarz-Gelb die Energiewende nicht ernst meinst zeigt sich daran genau so wie an den geplanten ExportbĂŒrgschaften fĂŒr Atomkraftwerke.

Besonders Ă€rgerlich sind zur Zeit auch die Äußerungen eines „VerbraucherschĂŒtzers“ Holger Krawinkel. Warum er ĂŒble LĂŒgen ĂŒber mögliche Renditen bei einer von ihm geforderten EinspeisevergĂŒtung von 0,15€ verbreitet ist unverstĂ€ndlich (er vergisst wohl Kosten fĂŒr Versicherungen und RĂŒckstellungen fĂŒr einen Wechselrichter-Ersatz – und Dachmieten wie sie BĂŒrger-Energie-Genossenschaften). Mit seinen radikalen Forderungen zugunsten der Energie-Monopolisten konnte er sich bereits 2010 bei den Verbraucherzentralen nicht durchsetzen (mehr brim sfv). (mehr …)


Neckarwestheim I: Nicht spezifikationsgemĂ€ĂŸe Absicherung von elektronischen Baugruppen

erstellt am: 17.11.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): GKN Neckar­westheim, meldepflichtige Ereignisse GKN 1

Einstufung: Meldekategor N (Normalmeldung)
Nach internationaler Bewertungsskala INES „Stufe 0“ – Ereignis hat keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung

Im Block 1 des Kernkraftwerks Neckarwestheim wurde am 10. November 2011 bei wiederkehrenden PrĂŒfungen der spezifikationsgemĂ€ĂŸe Einbau von Sicherungen in elektronischen Baugruppen ĂŒberprĂŒft. Dabei wurden vier nicht spezifikationsgemĂ€ĂŸe Sicherungen entdeckt. (mehr …)


Block 2 des Atomkraftwerks Philippsburg wegen Leckage heruntergefahren

erstellt am: 14.11.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, KKP Philippsburg, meldepflichtige Ereignisse KKP 2

Die EnBW meldet:

Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg fĂŒr Reparaturarbeiten abgefahren

Karlsruhe. Der Block 2 des Kernkraftwerks Philippsburg (KKP 2) wurde heute (12. November 2011) vom Betreiber, der EnBW Kernkraft GmbH, fĂŒr Reparaturarbeiten aus GrĂŒnden des Arbeitsschutzes abgefahren. Maßgebend hierfĂŒr war das sicherheitsgerichtete Verhalten der EnBW, das sich in dem Leitsatz „Sicherheit geht vor Wirtschaftlichkeit“ widerspiegelt.

Zuvor war bei einem routinemĂ€ĂŸigen Rundgang eine Leckage an einer Armatur des Speisewassersystems im Maschinenhaus, also im nicht-nuklearen Teil der Anlage, festgestellt worden. Diese soll nach einer eingehenden Untersuchung behoben werden. In dem Systemabschnitt herrschen hohe Temperaturen und ein hoher Druck. Um wĂ€hrend der Reparaturarbeiten an der Armatur einen bestmöglichen Schutz der Mitarbeiter zu gewĂ€hrleisten, wurde das Kraftwerk vorsorglich abgefahren. (mehr …)


Atomkraftgegner veröffentlichen geheimen Castor-Fahrplan

erstellt am: 13.11.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, AtommĂŒll & Castor

Pressemitteilung von .ausgestrahlt:

Start des Zuges am 24.11. in Frankreich – drei mögliche Grenzbahnhöfe – Ankunft in Dannenberg am 27.11., in Gorleben am 28.11. – flexibles Blockadekonzept im SĂŒden

Der geheime Fahrplan und die StreckenfĂŒhrung des in knapp zwei Wochen geplanten Castor-Transports nach Gorleben stehen zumindest fĂŒr die Teilstrecke in Frankreich fest. Nach Informationen des französischen „Netzwerks Atomausstieg“ (RĂ©seau Sortir du NuclĂ©aire) werden die elf Castor-BehĂ€lter zwischen dem 19. und 23. November mit Schwerlasttransportern von der Plutoniumfabrik La Hague zum Verladebahnhof Valognes gebracht. Der Zug Richtung Deutschland startet von Valognes am Donnerstag, den 24. November um 14.20 Uhr.

FĂŒr den GrenzĂŒbertritt nach Deutschland sind drei verschiedene Optionen vorgesehen. Hier wird je nach Protestgeschehen erst kurzfristig entschieden, welchen Weg der Zug nehmen wird:
Der GrenzĂŒbergang Forbach/SaarbrĂŒcken (Saarland) wĂŒrde am Freitag, den 25. November um 10.03 Uhr oder 10.43 Uhr erreicht,
der GrenzĂŒbergang Straßburg/Kehl (Baden-WĂŒrttemberg) um 12.32 Uhr und
der GrenzĂŒbergang Lauterbourg/Wörth (Rheinland-Pfalz) um 13.07 Uhr.

Die Ankunft des Zuges am Verladebahnhof im wendlĂ€ndischen Dannenberg ist nach Aussagen der niedersĂ€chsischen Polizei fĂŒr Sonntag, den 27. November geplant, der Straßentransport von Dannenberg nach Gorleben am Montag, den 28. November.

Jochen Stay, Sprecher der Anti-Atom-Organisation .ausgestrahlt: „Gestern noch war von einem Neustart in der Endlager-Suche die Rede. Und heute wird der nĂ€chste Castor-Transport nach Gorleben vorbereitet. Jeder zusĂ€tzliche AtommĂŒll-BehĂ€lter, der in Gorleben eingelagert wird, schafft Tatsachen und erhöht die Wahrscheinlichkeit, dass am Ende alles an Gorleben kleben bleibt. Das war es dann mit der weißen Landkarte. Der GlaubwĂŒrdigkeit des Bundesumweltministers ist dieser Transport jedenfalls nicht dienlich.“

Zu den zusĂ€tzlichen geplanten Ausweichstrecken erklĂ€rt Stay: „Die große Blockadekation an der Grenze bei Lauterbourg/Wörth vor einem Jahr hat wohl großen Eindruck hinterlassen. Nun versuchen die Verantwortlichen flexibel zu reagieren. Aber auch die Aktivistinnen und Aktivisten der sogenannten ‚SĂŒdblockade‘ setzen in diesem Jahr auf ein flexibles Konzept und wollen an allen möglichen GrenzĂŒbergĂ€ngen prĂ€sent sein.“

Details zum Streckenverlauf in Frankreich und dem genauen Fahrplan:
http://groupes.sortirdunucleaire.org/IMG/pdf/Fiche_horaire_La_Hague_Gorleben_-_avec_Option.pdf

Informationen zur SĂŒdblockade:
http://www.castor-suedblockade.de

Mitffahrgelegenheiten von Heilbronn nach Berg – oder dann weiter dahin wo der Castor ist


„Valognes braucht unsere UnterstĂŒtzung!“

erstellt am: 12.11.2011 • von: Franz • Kategorie(n): Anti-Atom, AtommĂŒll & Castor

Wir geben einen Bericht wieder von den Vorbereitungen zur Blockade des diesjÀhrigen Gorleben-Castors schon bei der Abfahrt in Frankreich:

„Ich war gerade in Frankreich. Hier ein kleiner Aufruf:
Valognes braucht unsere UnterstĂŒtzung!
Vom 22. bis 24. 11 soll es das erste Blockadecamp in Frankreich gegen die Castortransporte geben.
In Valognes, einer Ortschaft ca. 20 km hinter La Hague, befindet sich die Verladestation fĂŒr den Castor auf die Schiene.
In Frankreich wird seit Wochen in der Anti-AKW-Bewegung fĂŒr das Camp mobilisiert. In vielen Ortschaft finden derzeit Vorbereitungsveranstaltungen statt. Die Organisatorinnen erwarten bis zu 1000 Teilnehmerinnen. Die allermeisten werden eher jĂŒngere Linke sein. Die französischen GrĂŒnen und die oppositionellen Sozialisten halten sich eher zurĂŒck. Kritik an der Atomkraft ist in Frankreich trotz Fukushima noch immer ein Randthema.
Umso erstaunlich war die Demonstration gegen den Bau des neuen EPR-Reaktors in der Bretagne. Vor drei Wochen kamen 20.000 AKW-GegnerInnen nach Rennes.
Rennes ist jetzt neben Rouen das Zentrum der Vorbereitung des Camps. In der unmittelbaren Umgebung von La Hague und Cherbourg ist die Bevölkerung laut Aussagen von französischen Freundinnen ziemlich resigniert und wohl kaum aktivierbar.
Da die Polizei mit einem massiven Aufgebot vor Ort sein wird und es das erste Camp gegen das deutsch-französische Atomprogramm ĂŒberhaupt ist und die Leute bisher wenig praktische Erfahrungen besitzen, wie so eine Blockade ablaufen kann, besteht in der Vorbereitungsgruppe ein wenig Skepsis, ob sie ihr Vorhaben, den Castor wirklich zu blockieren, in die Tat umsetzen können.
Bei einem Besuch vor ein paar Tagen wurde ich gebeten, noch einmal einen Aufruf an alle Castor-GegnerInnen zu schicken, besonders nahe der deutsch-französischen Grenze, mit der Bitte um personelle UnterstĂŒtzung wĂ€hrend der 2 Tage.
Die Information wo genau das Camp stattfindet, wird sehr kurzfristig ĂŒbers Internet bekanntgegeben. Also bevor ihr euch auf den Weg macht schaut mal auf die Blogseite des Camps:
valognesstopcastor.noblogs.org
Gruß H.“

Weitere Infos zum Castor: www.Castor-Suedblockade.de


„Abgeordnetenwatch“ berĂŒcksichtigt jetzt auch den Heilbronner Gemeinderat

erstellt am: 10.11.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Gesellschaft, Lokalpolitik

Auch wenn die Bewegung hin zu mehr Transparenz nicht von innen kommt, sondern von außen angestoßen wird – ein weiterer Schritt ist gemacht und das ist gut so.

Seit 10.11.2011 beinhaltet die Internetplattform „Abgordnetenwatch“ auch die Mitglieder des Gemeinderates von Heilbronn.

Wir freuen uns auf einen regen Austausch zwischen BĂŒrgern und GemeinderĂ€ten.

Quelle: attac Heilbronn

Hier geht es zu den Mitgliedern des Heilbronner Gemeinderates auf abgeordnetenwatch.de


Atom bei 9%, Wind +16,5%, PV +58%

erstellt am: 09.11.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Energiewende

Die Atomenergie verminderte ihren Beitrag zur Energiebilanz der ersten neun Monate infolge des Ausstiegsbeschlusses um satte 21 Prozent. Der Anteil der am PrimÀrenergieverbrauch betrÀgt noch rund 9 Prozent.

Die Erneuerbaren Energien legten insgesamt um 3,3 Prozent zu. WÀhrend die Windkraft ihren Beitrag um 16,5 Prozent steigerte, sank der Beitrag der Wasserkraft (ohne Pumpspeicher) um knapp 9 Prozent. Die Fotovoltaik expandierte krÀftig um 58 Prozent. Der Anteil aller erneuerbarer Energien am gesamten Energieverbrauch stieg leicht auf 10,5 Prozent.
Mehr Zahlen auf www.klimaretter.info


Wanderndes Risiko

erstellt am: 25.10.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): GKN Neckar­westheim, Presse

SWR.de-Redakteur Henning Hooss hat es schon getan (SWR.de), genau so wie Andreas TschĂŒrtz von der Heilbronner Stimme (stimme.de) und jetzt also Dorothee Fauth von der Zeit.

Sie alle sind den öffentlichen Wanderweg mitten durch’s GelĂ€nde des AKW Neckarwestheim gelaufen und haben darĂŒber berichtet.

Hier der neueste Bericht: (mehr …)


Offener Brief der SĂŒdwestdeutschen Anti-Atom-Initiativen zu Greenpeace-Studie / Video [Update]

erstellt am: 24.10.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, AtommĂŒll & Castor, Politik

Liebe Freund_innen und Atomkraftgegner_innen,

wir alle haben von Greenpeace Deutschland den Link zu einem Greenpeace-Video erhalten, mit der Bitte dieses weiterzuverbreiten und zu bewerben. Wir möchten Euch bitten, davon Abstand zu nehmen. In dem Video und in der Öffentlichkeitsarbeit befĂŒrwortet Greenpeace mittlerweile Castortransporte und möchte diese nur nicht nach Gorleben sondern stattdessen in das Zwischenlager in Philippsburg transportiert wissen. Greenpeace hat dazu eine Studie erstellen lassen, welche Philippsburg mit Gorleben vergleicht und zu dem Schluss kommt, dass der kĂŒrzere Transportweg, die fehlende Umladung auf LKW und ein Kerosinableitungssystem fĂŒr Philippsburg sprechen.

www.greenpeace.de/themen/atomkraft/nachrichten/artikel/studie_zwischenlager_in_philippsburg_sicherer_als_gorleben

Ironischerweise ist das Zwischenlager in Philippsburg ansonsten die gleiche Kartoffelscheune wie in Gorleben, deshalb ist die Greenpeace-Forderung am Schluss des Films: „Kein AtommĂŒll ins Kartoffellager! Zwischenlagerung in Philippsburg genehmigen.“ absurd.

In der Anti-Atom-Bewegung wurde bisher immer Wert darauf gelegt, auf die Gefahren und den Wahnsinn, den das Betreiben jeglicher Atomanlagen darstellt, hinzuweisen. Keine Kartoffelscheune ist besser als die andere, eine Diskussion darĂŒber dient nur den Interessen der Atomindustrie und fördert den Weiterbetrieb. (mehr …)


Mappus‘ EnBW-Deal kommt unter die Lupe – Regierung prĂŒft Annulierung

erstellt am: 17.10.2011 • von: Daniel • Kategorie(n): Anti-Atom, Energiewende, Politik

Die Stuttgarter Zeitung berichtet:

Stuttgart – Der Kauf der EnBW-Aktien könnte wegen der Umgehung des Landtags ungĂŒltig sein. Weil das GeschĂ€ft rechtswidrig unter Bruch der Verfassung zustande kam, könnten es beide Seiten jederzeit annullieren lassen. Diese EinschĂ€tzung einer Rechtsexpertin lĂ€sst die grĂŒn-rote Landesregierung derzeit prĂŒfen. Im Rahmen der GesamtprĂŒfung des EnBW-Deals werde auch diese Frage untersucht, bestĂ€tigte ein Regierungssprecher.

Die Analyse der vertragsrechtlichen Seite stammt von Johanna Wolff vom Forschungsinstitut fĂŒr öffentliche Verwaltung in Speyer. Sie ist eine Mitarbeiterin des Staatsrechtlers Joachim Wieland, der die SPD erfolgreich vor dem Staatsgerichtshof vertreten hatte. Wolff stĂŒtzt sich auf zwei Paragrafen des BĂŒrgerlichen Gesetzbuches, nach denen ein GeschĂ€ft, das rechtswidrig ist oder „gegen die guten Sitten verstĂ¶ĂŸt“, nichtig ist. Nach frĂŒheren Urteilen des Bundesgerichtshofs gelte dies fĂŒr GeschĂ€fte, die bei „Beteiligung der öffentlichen Hand im krassen Widerspruch zum Gemeinwohl stehen“. Dies sei etwa dann der Fall, wenn alle Beteiligten wissentlich oder grob fahrlĂ€ssig das Haushaltsrecht missachteten, argumentiert Wolff.

„Dirk, I want my money back“ weiterlesen auf stuttgarter-zeitung.de


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