Philippsburg 2: Abweichungen der Getriebewirkungsgradfaktoren bei Zwischengetrieben von Armaturen im Vergleich zu Herstellerangeben

erstellt am: 10.05.2013 • von: Daniel • Kategorie(n): KKP Philippsburg, meldepflichtige Ereignisse KKP 2

Im Rahmen einer ├änderungsma├čnahme tauscht der Betreiber Getriebe an Absperrklappen im nuklearen Zwischenk├╝hlkreislauf gegen Getriebe eines anderen Herstellers aus. Bisher wurden vier Getriebe ausgetauscht. Die Funktionspr├╝fung nach dem Einbau (Wirkleistungsmessung) war jeweils erfolgreich. Bei sp├Ąteren Wirkleistungsmessungen kam es jedoch zu Auff├Ąlligkeiten. Daraufhin wurden Messungen auf einen Pr├╝fstand an verschiedenen neuen, im Lager befindlichen Getrieben in drei unterschiedlichen Gr├Â├čen durchgef├╝hrt. Hierbei wurde festgestellt, dass der Getriebewirkungsgradfaktor schlechter war als in der Spezifikation des Herstellers angegeben.

Einstufung durch den Kraftwerksbetreiber: Meldekategorie N (Normalmeldung); INES 0 (keine oder sehr geringe sicherheitstechnische Bedeutung).

Ma├čnahmen des Kraftwerksbetreibers: Der geplante Tausch weiterer Getriebe wurde gestoppt. Die vier bereits eingebauten Getriebe sollen in der laufenden Revision ├╝berpr├╝ft werden.

Die betroffenen Getriebe sind in sicherheitstechnisch wichtigen Systemen verbaut beziehungsweise f├╝r den Einbau vorgesehen. Die Auff├Ąlligkeiten an den eingebauten Getrieben hatten jedoch keinen Einfluss auf die Funktion der Absperrarmaturen. Die sicherheitstechnische Bedeutung des Ereignisses ist insofern gering.
Die Bedeutung des Ereignisses liegt darin, dass von einem Hersteller Komponenten geliefert wurden, die trotz Typpr├╝fung nicht den Spezifikationen entsprachen. Es ergaben sich keine Auswirkungen auf Personen und die Umwelt.

Quelle: Ministerium f├╝r Umwelt, Klima und Energiewirtschaft Baden-W├╝rttemberg


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