Energieanbieter können nicht unabhängig beraten

Aktionsbündnis Energiewende zum „Energieshop“

Pressemitteilung vom 01.12.2016

In ganz Baden-Württemberg gibt es kommunale Energieagenturen, die Bürgerinnen und Bürger beraten, unabhängig von Anbietern. Ganz Baden-Württemberg? Nein, Stadt- und Landkreis Heilbronn und der Landkreis Heidenheim sind bisher weiße Flecken auf der Karte der regionalen Energieagenturen.

In Heilbronn wurde die Lücke jetzt geschlossen – am 01. Dezember wird in der Heilbronner Lohtorstraße der „EnergieShop“ der ZEAG und der Heilbronner Versorgungs GmbH (HVG) eröffnet. Angehängt daran ist die neue und auf dem Papier „unabhängige“ „Energieagentur der Stadt Heilbronn“. Doch während die Energieagenturen im übrigen Land in kommunaler Hand sind, werden der EnergieShop zu 100% und die Energieagentur zu 50% von Unternehmen getragen, die selbst Strom und Gas anbieten: Die ZEAG gehört fast vollständig der EnBW, die HVG zu 25,1 % der EnBW und zu 74,9 % den Heilbronner Stadtwerken. Sowohl in ihrer Werbung als auch z. B. in Stellenanzeigen zeigen HVG und ZEAG ganz offen, dass es ihnen um Marketing und Kundenfang geht und die Energieberatung sich diesen Zwecken unterordnet. Eine saubere Trennung zwischen Geschäft und der in Satzung und Gemeinderatsbeschluss festgelegten „wert- und anbieterneutralen Beratung“ scheint nicht vorgesehen zu sein.

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EnergiewendeNachmittag auf dem Kiliansplatz

Fr, 23.09.2016, 15:00-18:00 Uhr, Kiliansplatz

„Die Energiewende ist ein Projekt der Bürgerinnen und Bürger“. Bereits zum zehnten Mal fanden die Energiewendetage Baden-Württemberg statt. In Heilbronn beteiligten sich an den Aktionstagen - wie schon in den Vorjahren, das Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn, der Klimarat der Lokalen Agenda 21 und die unabhängige Bürger-Energie-Genossenschaft EnerGeno Heilbronn-Franken eG. Diesmal stellten sie spielerisch auf dem Kiliansplatz die Frage „Was erwarten Sie von der Energiewende?“. 

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Nachhaltigkeitsinsel auf dem Kiliansplatz - Klimaschutz im HeldeN!-Tütle

Fr, 10.06.2016, 12:00-18:00 Uhr, Kiliansplatz, Heilbronn

Um ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag zu setzen, verwandelte sich der Heilbronner Kiliansplatz an den vierten Nachhaltigkeitstagen Baden-Württemberg wieder in eine "Nachhaltigkeitsinsel". Zum Mitreden, Mitmachen und Naschdenken auf vielen bunten Infoinseln hatte die Lokale Agenda 21 zusammen mit dem Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn eingeladen.

Strahlender Sonnschein und ein Himmel, der kaum ein Wölkchen zulässt… auf so viel Wetterglück, nach den heftigen Wetterkapriolen der vergangenen Tagen, hätten die Teilnehmer und Macher der NH-Insel kaum zu hoffen gewagt. Die Stimmung auf dem Kiliansplatz unter den Insulanern und den Besuchern war mindestens ebenso heiter. Mittels kreativer Mitmachangebote und guter Ideen wurden die unterschiedlichsten nachhaltigen Themen bunt, informativ und vor allem authentisch dargeboten.

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Jugendgemeinderäte und Minigärtner pflanzen Ginkgobäume und Sonnenblumen

Aktion für die Nachhaltigkeitsinsel vorbereitet

16. October 2019

Um ein Zeichen für mehr Nachhaltigkeit im Alltag zu setzen, verwandelt sich der Heilbronner Kiliansplatz wieder in eine "Nachhaltigkeitsinsel" mehr Infos

Fr, 10.06.2016, 12:00-18:00 Uhr, Kiliansplatz, Heilbronn

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Schwedisches Fernsehen begleitet Energiewende-Heilbronn Aktivisten zu den Ende-Gelände-Protesten in die Lausitz

Sa, 14.05.2016, Ende Gelände 2016 in der Lausitz

Vom  4.-15. Mai richtete sich eine globale Welle von Massenaktionen gegen die gefährlichsten Kohle-, Öl- und Gasprojekte weltweit, damit die fossilen Brennstoffe im Boden bleiben und ein gerechter Übergang zu 100 % erneuerbaren Energien beschleunigt wird. Break free from Fossil Fuels

3.500 Aktivisten blockierten am Pfingst-Wochenende 2016 den Vattenfall-Braunkohletagebau Welzow Süd und das zugehörige Kraftwerk „Schwarze Pumpe“. Vattenfall musste daher die Leistung des Kraftwerks stark drosseln, einen Block sogar komplett abschalten. Dennoch wurde Deutschland am Pfingstwochenende gut mit Strom aus erneuerbarer (!) Energie versorgt.

Die Heilbronner Aktiven beteiligten sich am Samstag an einer Solidaritätsdemonstration von Umweltverbänden vom Ort Welzow zum von der Abbaggerung bedrohten Ort Proschim. An der Tagebaukante zeigten sich die Teilnehmer schockiert von den gewaltigen Ausmaßen des Tagebaus. Vom Aussichtpunkt aus kann die über 8 Kilometer lange Grube eingesehen werden. 

antikohleblog

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NO2- Grenzwert seit 14 Jahren in Heilbronn überschritten – Zeit zum Handeln!

Mi, 11.05.2016 Studie Heilbronner Umweltgruppen

Die Lokale Agenda 21 Heilbronn, das Aktionsbündnis Energiewende Heilbronn und der Bund für Umwelt und Naturschutz Deutschland (BUND) fordern Maßnahmen, um die Belastung der Heilbronner Luft mit Stickoxiden deutlich zu verringern und die geltenden Grenzwerte einzuhalten.

Die Luftbelastung mit NO2 ist offensichtlich für die ganze Innenstadt zu hoch. 2015 wurde an der Messstation an der Weinsberger Straße ein Jahresmittelwert von 64 µg/m³ gemessen und damit erneut der  Grenzwert, bei dem  eine Gesundheits-gefährdung auftreten kann, um über 50% überschritten. Noch schlechtere Werte wurden in Baden-Württemberg nur in Reutlingen mit 70 µg/m³  und in Stuttgart an 2 Messstation (77 und 87 µg/m³) gemessen. Studie

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Kundgebung: Fluchtursachen bekämpfen heißt Klimawandel stoppen! Kohlekraftwerke dichtmachen!

Sa, 07.05.2016, 13:00 Uhr, Hafenmarktturm Heilbronn

Am 7. Mai 2016 haben 20 bis 30 Aktivist*innen der Organisierten Linken Heilbronn (iL) und des Bündnisses „Energiewende Heilbronn“ unter dem Motto „Fluchtursachen bekämpfen heißt Klimawandel stoppen!“ eine Kundgebung mit Infostand in der Heilbronner Innenstadt durchgeführt.

Mit einem Papp-Kohlekraftwerk, schwarzen CO²-Müllsäcken und Zelten wurde symbolisch der Zusammenhang zwischen der sich anbahnenden Klimakatastrophe und aktuellen beziehungsweise kommenden Fluchtbewegungen hergestellt. In einem Redebeitrag thematisierte ein Vertreter des zivilgesellschaftlichen Bündnisses „Energiewende Heilbronn“ die aktuelle, an Konzerninteressen ausgerichtete deutsche Energiepolitik und informierte über das schmutzige Heilbronner Kohlekraftwerk.

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Demo 5 Jahre Fukushima, 30 Jahre Tschernobyl

2.000 Menschen haben am 06.03.2016 für den sofortigen Atomausstieg demonstriert. Der Träger- und Unterstützerkreis „Endlich Abschalten“ fordert die kommende Landesregierung auf, für einen sofortigen Atomausstieg zu sorgen.

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Im März und im April jähren sich die schlimmsten „zivilen“ Atomkatastrophen der Menschheitsgeschichte. Im April vor 30 Jahren kam es in Tschernobyl und im März vor fünf Jahren in Fukushima zum Super-GAU. Am Sonntag haben rund 2.000 Menschen vor dem AKW in Neckarwestheim für den sofortigen Atomausstieg, einen verantwortungsvollen Umgang mit dem Atommüll und die Beschleunigung einer dezentralen Energiewende demonstriert. Der Demonstrationszug startete am Bahnhof Kirchheim über die Neckarbrücke zum Atomkraftwerk. Auf der Kundgebung sprachen Fukushima- und Tschernobyl-Aktivistinnen und Aktivisten,  Armin Simon von der der Anti-Atom-Organisation ausgestrahlt sowie Sylvia Pilarsky-Grosch vom BUND Baden-Württemberg für den Trägerkreis.

Medienberichte, Videos und Fotos

www.endlich-abschalten.de

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Erster öffentlicher Klimagipfel in Heilbronn

Sa, 28.11.2015, Nikolaikirche

Mitmachen, mitdenken, mitdiskutieren: Viele gute Ideen für mehr Klimaschutz in Heilbronn

Das Aktionsbündnis Energiewende, BUND Heilbronn-Franken und der Rat für Klimaschutz der Lokalen Agenda 21 luden zum ersten öffentlichen Klimagipfel in Heilbronn mit direkter Bürgerbeteiligung ein. Eingeladen waren neben Vertretern der Stadt und des Gemeinderates, Schüler und Fachleute.
Während Politiker und Wissenschaftler aus der ganzen Welt in Paris noch um Ergebnisse ringen, haben wir bereits ein Zeichen gesetzt. Zwischen 40-50 Teilnehmer haben in einer sogenannten „fishbowl-Runde“ auf Augenhöhe diskutiert und dabei eine ganze Liste an wertvolle Ideen, Anregungen und Vorschläge zusammengetragen. Diese Ergebnisse sind nun Hausaufgabe für den praktischen Klimaschutz in unserer Stadt.

„Wir können nicht erst in 30 Jahren anfangen. Wir müssen es jetzt tun!“ (Bianca B. 15 Jahre)

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Bürgerinitiativen verlassen die Infokommission

Die BBMN-Initiativen ziehen Bilanz und stehen nicht weiter als Feigenblatt zur Verfügung
Abschalten ist das entscheidende Ziel – die Infokommission stützt den AKW-Weiterbetrieb.

Nach drei Jahren engagierter Mitarbeit in der Infokommission ziehen die Bürgerinitiativen eine kritische Bilanz und verlassen die Kommission: „Wir vom Bund der Bürgerinitiativen mittlerer Neckar (BBMN) haben versucht, die inhaltliche Arbeit in der Kommission voranzubringen. Wir mussten aber erleben, dass von uns lediglich Zustimmung zu den Vorstellungen des Betreibers und des Umweltministeriums erwartet wurde; kritische Beiträge waren nicht erwünscht und blieben unbeachtet. Der Bürger wird nur als Störfaktor angesehen“ beschreibt H. Heydemann vom BBMN die Schieflage des Gremiums und ergänzt: „Ständiges Schönreden des riskanten AKW-Betriebs durch die Atomaufsicht und die EnBW benötigt kritische Diskussion und bohrende Fragen, aber das ist gerade nicht gewollt“.

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